Herbold Meckesheim präsentiert Neuerungen auf der FAKUMA 2015

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Osziellerender Rohrshredder - Detail (Foto: Herbold Meckesheim)

Meckesheim — Energie- und Betriebskosten sind beim Kunststoff-Recycling in jüngster Zeit stark in den Vordergrund gerückt: Die Maschinenbauer sind aufgefordert, zu diesem Thema neue Lösungen zu erarbeiten. Herbold Meckesheim GmbH hat seine Hausaufgaben gemacht und präsentiert zur FAKUMA seine Neuheiten.

Kunststoff-Folienrecycling mit dem Plastkompaktor

Der Herbold Plastkompaktor wird bei post-consumer Anwendungen immer häufiger einer Wasch/Trennanlage nachgeschaltet, um unter anderem in großen Chargen zu mischen und zu homogenisieren. Mit dem Plastkompaktor lassen sich verschiedenste Materialien verarbeiten wie thermoplastische Kunststoffe wie Fasern, Bändchen, Schaumstoffe, Folien, Stretch- oder Dünnfolien, Feinanteile, Pulver oder Späne – Kunststoffe, die schwierig zu fördern, zu lagern und zu mischen sind (feucht oder trocken).

Das agglomerierte Material weist gute Rieselfähigkeit und ein hohen Schüttgewicht auf. Auch die Abtrennung von Restfeuchten wird durch den Agglomerierprozess effektiv erledigt. Herbold Plastkompaktoren gibt es für Durchsätze bis ca. 1500 kg/h. In vielen Fällen ist die Herstellung eines Agglomerates eine dauerhaft preiswerte Alternative im Vergleich zu einem Recyclingextruder.

Die neue Generation von Schneidmühlen mit Zwangsbeschickung

Die von Herbold Meckesheim neu entwickelte Schneidmühlen-Baureihe SB mit Zwangsbeschickung ist weiter auf Erfolgskurs. Diese Schneidmühlen mit gleichmäßiger Zwangsbeschickung eignen sich nicht nur für die Zerkleinerung von PET-Flaschen, sondern sind auch für vorgeshredderte Materialien als Nachzerkleinerer hervorragend einsetzbar. So wird mit einer  SML 60/100 SB (Rotor 600 x 1000 mm, Antrieb 75 kw) bei der Nachzerkleinerung von Fässern und Hohlkörpern ein Durchsatz von 3,4 t/h im Dauerbetrieb erzielt (Siebgröße 8 mm).

Zu den Vorteilen gehören laut Hersteller höhere Durchsatzleistung (30 bis 50 Prozent höhere Leistung bei gleicher Mühlengröße im Vergleich zu konventionellen Schneidmühlen), geringerer Energieverbrauch (30 bis 50 Prozent geringerer Kraftbedarf im Vergleich zu Standardmühlen), gleichmäßige Lastaufnahme des Rotors (weniger Feingut und Staub im Mahlgut) sowie die automatische Verarbeitung größerer Produktmengen.

Konstruktiv überarbeitet: die Schneidmühlen SMS-Baureihe

Um auch schwierigste Aufgabenstellungen in einem Arbeitsgang bewältigen zu können, wurde die gesamte Baureihe der Herbold Schneidmühlen SMS der schweren Baureihe optimiert. Diese Maschinen werden mit einer Rotorbreite von 600 bis 2000 mm, bei Antriebsleistungen von 45 bis 315 kW gebaut. Die Messer sind segmentförmig gestaltet, wobei die bequeme und schnelle Austauschbarkeit der Werkzeuge beim Design im Vordergrund stand. Typische Aufgabenstellungen hierfür sind die Bearbeitung von schweren, dickwandigen Halbzeugen aus PE, PP, POM und PA, Rohren mit großen Wandstärken und großen Anfahrklumpen, aber auch schwer zu mahlende Aramid-Fasern (die z.B. zum Herstellen von schussfesten Westen verarbeitet werden), Carbonfasern und Composite-Werkstoffe.

Für abrasive Materialien wie glasfaserverstärktes Material bietet Herbold Meckesheim verschleißgeschütze Rotore und Gehäuse für die Schneidmühlen an, die mit auswechselbarem Verschleißteilen ausgestattet sind. Damit soll eine erhebliche Einsparung von Kosten im Vergleich zu zeitintensiven Gehäuse- und Rotor Aufpanzerungen verbunden sein.

Neu: Der osziellerende Shredder mit ,,Raspel“ – Prinzip

Für die Verarbeitung von sehr großen Kunststoff- Ausschussrohren bis ca. 3 m Durchmesser hat Herbold Meckesheim einen neuen Shredder konzipiert, der durch sein Preis/Leistungsverhältnis auffällt. Der Rohrshredder der Baureihe HOS mit oszillierender Zerkleinerungsfläche kann mit wenig Antriebsleistung auch sehr große Rohre bis 6 m Länge in einem Arbeitsgang shreddern.

Herbold Meckesheim ist auf der FAKUMA in Friedrichshafen vom 13.10. bis 17.10.2015 in Halle A6, Stand 6502 vertreten.

Quelle: Herbold Meckesheim GmbH