Schwandorf führt zusätzlichen Container für Gegenstände aus Hartkunststoff ein

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Abfalltonnen (Foto: © Rolf van Melis / http://www.pixelio.de)

Schwandorf — Die Recyclinghöfe des Landkreises Schwandorf werden zurzeit mit einem zusätzlichen Sammelcontainer ausgestattet. Neben den bekannten Abfallfraktionen Sperrmüll, Altholz, Schrott, Bauschutt, Flachglas, Elektrokleingeräten, Altfett und der roten Tonne für CD’s, DVD’s und Tonerkartuschen werden dann Gegenstände aus Hartkunststoff gesondert erfasst.

Diese Kunststoffe wurden bislang zusammen mit dem Sperrmüll der thermischen Verwertung des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf zugeführt. Künftig geht dieses Material zur Zellner Recycling GmbH und damit einem regionalen Verwerter. Er verarbeitet nach Sortierung und Verpressung in Ballen die verschiedenen Kunststoffsorten zu Granulat verarbeitet. Aus diesen Sekundärrohstoffen können dann wieder neue hochwertige Recyclingprodukte hergestellt werden.

37 Tonnen an Kunststoffen erwartet

Bereits seit Mai 2012 wurden am Recyclinghof der Großen Kreisstadt Schwandorf in einem Modellversuch diese sogenannten stoffgleichen Nichtverpackungen separat erfasst. Dabei handelt es sich um haushaltsübliche Gebrauchsgegenstände aus Hart-Kunststoff, die keine Verkaufsverpackungen sind. Die in Schwandorf erfassten Mengen stimmen das Landratsamt zuversichtlich, dieses Modell landkreisweit auszudehnen. Im Jahr 2013 wurden mehr als 33 Tonnen und 2014 über 35 Tonnen getrennt gesammelt. Für 2015 wird aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit einer weiteren konstanten Steigerung auf rund 37 Tonnen allein am Schwandorfer Recyclinghof gerechnet.

Mit dieser zusätzlichen Abfalltrennung wird nach Ansicht des Schwandorfer Landratsamts den Gedanken der Ressourcenschonung und der geschlossenen Wirtschaftskreisläufe Rechnung getragen. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz wird damit in einem weiteren Punkt umgesetzt, in dem es heißt, dass Kunststoffe zum Zwecke des ordnungsgemäßen, schadlosen und hochwertigen Recyclings getrennt zu sammeln sind, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist.

Hartkunststoff ist nicht gleich „Kunststoff“

An stoffgleichen Nichtverpackungen aus PE-/PP-/PS-Kunststoffen werden künftig separat Blumentöpfe, Blumenkästen, Pflanzschalen aus Kunststoff, Eimer, restentleerte Fässer und Kanister, Gießkannen, Regentonnen, Mörteltröge, Gartenmöbel, Sonnenschirmständer, Wäschekörbe, Klappboxen, Kindersitze für Auto oder Fahrrad ohne Stoffbezug und ohne Gurte, Kinderspielzeug ohne Metalle und ohne elektronische Bauteile angenommen.

Nicht angenommen werden in diesem neuen Container zum Beispiel Bodenbeläge und Teppiche, Artikel aus Hart- oder Weich-PVC, Plansch- und Schwimmbecken, Schwimmbadfolien, Bälle, Schlauchboote, Luftmatratzen, Gummimatten, Folien jeglicher Art, Fiberglas, Plexiglasprodukte, Reifen, Ski, Skischuhe, Snowboards, Skateboards, Rollerblades, WC-Deckel, Spülkästen oder Verbundmaterial. Für diese Abfallarten verbleibt es bei den bisher gewohnten Entsorgungswegen, also Restmülltonne oder Sperrmüll.

Quelle: Landratsamt Schwandorf