Verzinkte Oberflächen und Zinkbleche – nach Cradle to Cradle zertifiziert

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Feuerverzinkungsprozesses für Oberflächen: nachhaltig gemäß C2C gestaltet (Foto: Voigt & Schweitzer)

Düsseldorf — Innovative Lösungen für die Produktion industrieller Güter sind vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen, steigender Energiekosten und klimaschädigender CO2-Emissionen gefragter denn je. Das Cradle-to-Cradle-(C2C-)Designkonzept ist hierfür eine grundlegend neue Herangehensweise. Weltweit wurden inzwischen über 2.000 Produkte nach C2C-Kriterien designt und produziert. Zu den C2C-zertifizierten Produktlinien zählen auch der Feuerverzinkungsprozess für duroZINQ-Oberflächen und die der Rheinzink-prePatina.

Der Feuerverzinkungsprozess für duroZINQ-Oberflächen ist nachhaltig gestaltet. „Die Wiederverwertung der eingesetzten Stoffe, der entstehenden Zwischenprodukte und des Endprodukts zu fördern, ist wesentlicher Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, sagt Dr. Thomas Pinger, bei Voigt & Schweitzer verantwortlich für Nachhaltigkeit und Innovationsmanagement. „Deshalb achten wir nicht nur darauf, umweltverträgliche Rohstoffe zu verwenden, sondern haben auch Recycling über alle Prozesse hinweg etabliert.“

Dabei gehört die Aufbereitung der abgearbeiteten Reinigungslösungen sowie der angereicherten Spüllösungen ebenso zum Standard wie die Wiederverwendung von eingesetzten Betriebshilfsstoffe für die Traversierung. Einer eigene Linie in einem Zinkaufbereitungs-Unternehmen reccycelt die am Zinkkessel anfallenden Stoffe wie Zinkasche und Hartzink. Das daraus gewonnene Sekundärzink wird wieder dem Verzinkungsprozess zugeführt. Ebenfalls gesammelt werden die über die Filteranlagen am Verzinkungskessel aufgefangenen zinkreichen Stäube, die dann erneut bei der Flussmittelherstellung eingesetzt werden.

C2C-zertifiziert ist auch die Produktlinie Rheinzink-prePatina. Zu ihren Eigenschaften unter C2C-Aspekten zählt, dass sämtliche während der Herstellung anfallenden Reste dem Produktionsprozess wieder zugeführt werden können, die Menge des eingesetzten Rohmaterials exakt dem Gewicht des Fertigprodukts entspricht und das Titanzink fast vollständig recycelt wird. Zudem hat das Material die Fähigkeit, eine schützende Patina zu bilden, weshalb die Dach- und Fassadenelemente während des gesamten Lebenszyklus weder Reinigung, Pflege oder Wartung benötigen.

„Qualität, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit von Produkten gewinnen zunehmend an Bedeutung; der ökologische Hausbau entwickelt sich zum Standard der nächsten Jahrzehnte. Die Zertifizierung nach den Kriterien von Cradle to Cradle entspricht unserem Anspruch an umweltverträgliches Handeln und dokumentiert, dass unsere Produkte die Anforderungen des nachhaltigen Bauens erfüllen.“ So beschreibt Dr. Marianne Schönnenbeck, Leiterin der Abteilung Forschung und Entwicklung/Umwelt, den Stellenwert, den das Cradle-to-Cradle-Designkonzept für Rheinzink hat.

Quelle: Initiative Zink in der WirtschaftsVereinigung Metalle