5. Änderungsverordnung: Feldversuch Lang-Lkw ab jetzt in 12 Bundesländern

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Sattelzug (Foto: ©Andreas Hermsdorf /http://www.pixelio.de)

Berlin — Lang-Lkw können in Deutschland ab jetzt auf rund 90 zusätzlichen Streckenabschnitten fahren. Mit der 5. Änderungsverordnung zum Feldversuch Lang-Lkw weitet das Bundesverkehrsministerium das Positivnetz weiter aus. Es erstreckt sich jetzt auf 12 Bundesländer.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kommentierte: „Unser Feldversuch ist ein Erfolgsmodell. Wir haben das Positivnetz heute um rund 90 Strecken erweitert. Mit Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind damit drei Viertel der Bundesländer am Feldversuch beteiligt. Mein Ziel ist es, nach Abschluss des Feldversuchs mit den Lang-Lkws in den Regelbetrieb zu gehen.“

Der Feldversuch Lang-Lkw wurde im Januar 2012 gestartet. Er wird von der Bundesanstalt für Straßenwesen wissenschaftlich begleitet und läuft bis Ende 2016. Ein erster Zwischenbericht wurde im Sommer 2014 vorgestellt.

Wichtige Ergebnisse sind:

  • Effizienzgewinne und Kraftstoffersparnisse zwischen 15 und 25 Prozent: Zwei Lang-Lkw können drei reguläre Lkw ersetzen
  • Kein erhöhter Erhaltungsaufwand für die Infrastruktur
  • Keine Verlagerungseffekte von der Schiene auf die Straße
  • Keine Probleme beim Bremsverhalten
  • Keine Hinweise auf größeren Stress oder eine erhöhte psychologische Beanspruchung der Fahrer

Aktuell sind 119 Lang-Lkw von 45 Unternehmen an dem Feldversuch des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur beteiligt. Die Bundesländer prüfen kontinuierlich Streckenwünsche interessierter Unternehmen auf Eignung für den Feldversuch. Das Streckennetz wird auf dieser Grundlage in regelmäßigen Abständen vom BMVI aktualisiert. Dies erfolgt im Rahmen einer Änderungsverordnung, die jetzt in Kraft getreten ist.

Die „Fünfte Verordnung zur Änderung der Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge“ kann unter bmvi.de heruntergeladen werden.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur