Recylex Gruppe meldet Umsatzrückgang aufgrund von Wartungsstillständen

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Quelle: Recylex Gruppe

Suresnes, Frankreich — Der Umsatz der Recylex Gruppe im ersten Halbjahr 2015 beläuft sich auf 198,1 Millionen Euro und liegt damit 10 Prozent unter dem Umsatzausweis im ersten Halbjahr 2014. Während der Geschäftsbereich Blei im Vergleich zum Vorjahr einen Verlust von 26,6 Millionenn € (-16 Prozent) verzeichnet, entwickelten sich die Geschäftsbereiche Zink (+3,2 Millionen, +9 Prozent), Spezialmetalle (+0,6 Millionen, +6 Prozent) und Kunststoff (+0,4 Millionen, +4 Prozent) positiv.

Yves Roche, Vorstandsvorsitzender der Recylex Gruppe, erklärte: „Die Recylex Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2015 einen Rückgang des Konzernumsatzes von 10 Prozent; die Entwicklung wurde hauptsächlich durch die geplanten Wartungsstillstände in den Geschäftsbereichen Blei und Zink beeinträchtigt. Im Weiteren hat die Gruppe ihre selektive Beschaffungspolitik und ihre Optimierung des Bedarfs an umlaufenden Betriebsmitteln des Geschäftsbereichs Blei fortgeführt. Die dynamische Entwicklung im Geschäftsbereich Zink setzt sich gestützt auf die Verbesserung des Zinkpreises weiter fort. Zurzeit werden die Diskussionen über die Suche nach zusätzlichen Finanzierungslösungen zur Deckung des gesamten Bedarfs an umlaufenden Betriebsmitteln der deutschen Tochtergesellschaften weitergeführt.“

Vom 2. Januar 2015 bis zum 30. Juni 2015 verzeichnete der Bleipreis einen Anstieg von +2,5 Prozent bei einer sehr hohen Volatilität. Im gleichen Zeitraum büßte der Zinkpreis -1,5 Prozent ein. Der durchschnittliche Bleipreis verzeichnete im ersten Halbjahr 2015 einen Anstieg von +10 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2014, und der durchschnittliche Zinkpreis stieg gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um +28 Prozent an.

Geschäftsbereich Blei

Im ersten Halbjahr 2015 erwirtschaftete der Geschäftsbereich Blei 71 Prozent des Konzernumsatzes. Der Umsatz ging gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 um 16 Prozent auf 140,4 Millionen Euro zurück. Der im ersten Halbjahr 2015 verzeichnete Anstieg des Bleipreises reichte nicht aus, um den aufgrund einer ungünstigen Vergleichsbasis verbuchten Rückgang der produzierten und verkauften Volumen vollständig zu kompensieren.

Geschäftsbereich Zink

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2015 entfielen 19 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Zink. Der Umsatz erreichte 36,9 Millionen Euro, was einem Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 entspricht. Der angepasste Umsatz des Geschäftsbereichs (einschließlich 50 Prozent- Beteiligung an Recytech SA) konnte um 13 Prozent auf 45,9 Millionen Euro gesteigert werden.

In einem angespannten Marktumfeld in Bezug auf das Recycling-Material konnten die rückläufigen Volumen in Zusammenhang mit dem geplanten Wartungsstillstands der deutschen Tochtergesellschaft Harz-Metall GmbH bei der Produktion von Wälzoxyden und die weniger guten Geschäftsbedingungen bei der Produktion von Zinkoxyden dank des steigenden Zinkpreises gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 zum Teil kompensiert werden.

Geschäftsbereich Spezialmetalle

Im ersten Halbjahr 2015 entfielen 6 Prozent des Konzernumsatzes auf den GeschäftsbereichSpezialmetalle. Der Umsatz erreichte 11,3 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund der höheren Verkaufspreise von Germanium gegenüber dem ersten Halbjahr 2014.

Geschäftsbereich Kunststoff

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2015 entfielen 5 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Kunststoff. Der Umsatz verzeichnete im Berichtszeitraum einen Anstieg von 4 Prozent auf 9,5 Millionen Euro. Durch das Volumenwachstum in Deutschland und die stabilen Verkäufe in Frankreich konnten die rückläufigen Verkaufspreise kompensiert werden.

Quelle: Recylex Gruppe