EFRE: Niedersachsen unterstützt Sanierung von Brachflächen und Altlasten

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Industriebrache (Foto: ©Thomas Max Müller / http://www.pixelio.de)

Hannover — Niedersachsen hat zur Vergabe von EU-Strukturfondsgeldern (EFRE) eine Förderrichtlinie erlassen, die die Sanierung von verschmutzten Brachflächen und damit insbesondere auch die Sanierung von Altlasten unterstützt. Das meldete jetzt das niedersächsische Umweltministerium.

Als besonders förderwürdig werden diejenigen Sanierungsmaßnahmen eingestuft, die eine nachhaltige Nachnutzung ermöglichen sollen und zu den jeweiligen Entwicklungszielen der Kommune und der regionalen Landesentwicklung beitragen. Beispielhaft für eine solche nachhaltige Nachnutzung sind etwa Sanierungen von innerörtlichen Flächen, die wieder baulich genutzt werden sollen und in ein Entwicklungskonzept der Kommune integriert sind.

Die EU-Förderung ermöglicht Zuwendungen in Höhe von bis zu 50 Prozent der Sanierungskosten. Das Förderangebot ist insbesondere an Kommunen gerichtet, aber auch Unternehmen können von der Förderung profitieren. Um zu unterstreichen, welche Bedeutung die Landesregierung der Reduzierung des Flächenverbrauchs insbesondere durch Altlastensanierungen zumisst, werden die EU-Mittel mit eigenen Mitteln des Landes aufgestockt und ein maximaler Fördersatz von 65 Prozent ermöglicht. Bis einschließlich 2020 sollen damit in Niedersachsen im Rahmen der Förderrichtlinie Sanierungsvorhaben mit über 28 Millionen EUR gefördert werden.

Das Land fördert nur freiwillige Vorhaben, wenn also niemand zur Sanierung verpflichtet ist. Ein typisches Beispiel ist, dass der Verursacher der Verunreinigungen wegen einer Firmeninsolvenz nicht herangezogen werden kann. Saniert dann eine Kommune oder ein Unternehmen die Fläche, kann diese freiwillige Maßnahme gefördert werden. Die Nachnutzung von brachliegenden Flächen wird häufig durch Schadstoffbelastungen aus der Vornutzung erschwert. Zudem sind Sanierungsvorhaben vielfach mit hohen Kosten verbunden. Dies führt immer wieder dazu, dass neue Investitionen auf den betroffenen Flächen ausbleiben und die Flächen weiter brachliegen. Stattdessen werden andere Flächen verbraucht und damit der Natur entzogen. Dem will Niedersachsen mit seiner neuen Förderrichtlinie entgegentreten.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz