Zunehmend gefragt: Subcoal Pellets – patentierter Brennstoff aus Restmüll

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Subcoal pellets (Foto: N+P Group)

Nieuw-Bergen, Niederlande — Immer mehr Energie,- Kalk- und Zementproduzenten nutzen alternative Brennstoffe, um Primärbrennstoffe wie Stein- und Braunkohle zu ersetzen. Sie rüsten ihre Anlagen für die Verbrennung dieser alternativen Brennstoffe um und arbeiten dadurch kostengünstiger und umweltfreundlicher. N+P Group stellt mit „Subcoal Pellets“ einen alternativen Brennstoff mit einem hohen Heizwert vor, der laut Unternehmensangaben ohne Umrüstungen in Anlagen eingesetzt werden kann, die Kohle verfeuern. Die Pellets haben mit Steinkohle vergleichbare chemische Eigenschaften und können physikalisch genauso behandelt werden wie Steinkohle.

N+P Group verarbeitet Abfälle zu Pellets, runden 4 cm lange Stäbchen, die als Alternative zu Kohle verwendet werden können. Subcoal pellets werden aus verschiedenen Abfällen produziert, wie Rejects aus der Papierindustrie und EBS-Fraktionen aus Sortieranlagen. Bei Restmüll werden zunächst Metall, Glas und andere Störstoffe entfernt. Anschließend wird das Material, falls erforderlich, getrocknet und gehäckselt. Diese Häcksel werden abschließend zu Pellets gepresst. In Kohlekraftwerken kann nachhaltig Energie erzeugt werden, wenn diese Pellets zusätzlich zur Kohle verbrannt werden. Auch in den Brennöfen der Zement- und Kalkindustrie werden Subcoal Pellets als alternativer Brennstoff eingesetzt.

Die patentierte Technik, um Pellets in einer solchen Art und Weise zu produzieren, kann so eingerichtet werden, dass es möglich ist, eine Subcoal-Anlage dort zu bauen, wo viel Abfall produziert wird. So kann der Abfall vor Ort verarbeitet werden, wodurch sein Produzent deutlich logistische Kosten spart.

Laut Berechnungen der CE Delft können, wenn ein Megajoule Subcoal ein Megajoule Steinkohle ersetzt, pro Tonne Subcoal 1.263 Kilogramm CO2-Emissionen im Vergleich zur herkömmlichen Route der Abfälle zur Müllverbrennungsanlage eingespart werden. Wenn 10 Prozent des Brennstoffs in einem Kohlekraftwerk aus Subcoal bestehen, soll das Kraftwerk die Klima-Emissionen während seiner Laufzeit um 7 Prozent verringern.

Wenn ein Megajoule Subcoal 0,6 Megajoule Steinkohle und 0,4 Megajoule Holzpellets (Biomasseanteil von Subcoal) ersetzt, so rechnet die N+P Group vor, werden im Vergleich zur herkömmlichen Route zur Müllverbrennungsanlage 644 kg CO2-Emissionen durch Subcoal-Einsatz gespart. Wenn 10 Prozent des Brennstoffs in Kohlekraftwerken durch Subcoal ersetzt werden, sollen sich die Klima-Emissionen während der Laufzeit um 3 Prozent verringern .

Quelle: N+P Group