Metallspäne- und Prozesswasser-Recycling bei Aesculap erfüllt Betreiberziele

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Schrägfilter SF 1000L (Foto: Leiblein GmbH)

Hardheim — Es zeichnete sich bereits beim Anlauf der Anlage zur Aufbereitung von Metallspänen und Prozesswasser im vergangenen Jahr ab. Und es bestätigt sich jetzt nach einem Jahr Dauerbetrieb bei der Tuttlinger Aesculap AG: „Wir sehen bei Aesculap sowohl unsere Zielsetzung in der Umweltpolitik in Sachen Wasserreinhaltung, der Wiederverwertung von Metallspänen und Prozesswasser wie auch eine Verminderung des CO2-Ausstoßes durch veränderte Logistikprozesse in allen Teilen erfüllt“, betont ein zufriedener Jürgen Zirngibl, Verantwortlicher der Leiblein GmbH für dieses Projekt.

Die vom Hardheimer Anlagenbauer Leiblein errichtete Recycling- und Entsorgungsstation sorgt für die Aufbereitung von Spänen, die bei der Metallverarbeitung anfallen. Die Bearbeitung chirurgischer Instrumente führt zu Spänen unterschiedlicher Fraktionen – unter anderem auch Titan -, die nach Trennung, Trocknung und Volumenreduzierung wieder verwertet werden. Das Prozesswasser wird aufbereitet und das daraus gewonnen Destillat internen Prozessen zugeleitet, während das nicht benötigte Destillat in die Kanalisation abgeführt wird.

Sowohl für das Späne-Recycling als auch für das Prozesswasser haben sich die anvisierten Ergebnisse mehr als bestätigt. Nochmals Jürgen Zirngibl: „Unsere Recyclingstation reduziert das Volumen der Späne ums bis zum 15-fachen, was die Lagerhaltung und Entsorgung erheblich erleichtert. In der Behandlung der Kühlschmierstoffe und der Waschbäder für Späne und Spänekübel im Rahmen der Wasserkreislaufführung ist das Ergebnis der Wiederverwertung des Prozesswassers ebenfalls beeindruckend: 90 bis 95 Prozent können zurückgewonnen werden, als reines Destillat aufbereitet, so dass nur noch 10 bis 5 Prozent entsorgt zu werden brauchen.“ Leiblein konzipierte die Anlage mit Rundtanks, Verdampfern, Schreddern, Behälterwaschanlage sowie den bekannten Leiblein-Schrägfiltern und -Koaleszenzabscheidern.

Die Zuführung der Medien erfolgt im Aesculap-Werk zeitsparend über doppelwandige Rohre, die die Produktionsgebäude miteinander und zur Recycling-Station verbinden. Der interne Werksverkehr, ob mit Gabelstapler und auch LKW, konnte so deutlich reduziert werden, die CO2-Emissionen sanken rapide.

Quelle: Leiblein GmbH