VERE hält Teile der ADR-Vorschriften für unsinnig

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Quelle: VERE

Hamburg — Die im neuen ElektroG geplante Rücknahme der Elektrokleingeräte im Handel führt nicht nur zu einem Bürokratiemonster für den rücknahmepflichtigen Einzelhandel, sondern wird auch durch die ADR-Vorschriften (Gefahrgut) konterkariert, urteilt der VERE – Verband zur Rücknahme und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten e.V. Die ADR-Vorschrift besagt unter anderem, dass aufgrund von Hochleistungsbatterien in Kleingeräten und der damit verbundenen Explosions- und Brandgefahr viele von diesen Geräten nur noch dann zum Recycling transportiert werden dürfen, wenn sie einzeln verpackt sind.

Aus Erfahrung hält es VERE für eine Illusion, zu glauben, dass der Bürger seine ausgebrauchten Kleingeräte vorher verpackt, bevor er sie im Handel zurückgibt. Auch dem Handel sei ein solches Verpacken oder die Entnahme der Batterien aus jedem einzelnen Gerät nicht zumutbar. Der VERE befürchtet, dass die Explosions- und Brandgefahr, die von solchen Kleingeräten ausgehen kann, somit in die Keller, Dachböden und Schubladen der Bürger verlagert wird.

Aus Sicht des VERE e.V. zeige dies einmal mehr, dass sowohl auf europäischer als auch auf Bundesebene jedes Ministerium oder jede Behörde eigene Gesetze und Vorschriften erlässt, die für den Bürger nicht nur schwer verständlich sind, sondern sich manchmal sogar widersprechen. Dies stehe einer intelligenten Umweltpolitik diametral entgegen.

VERE hofft, dass es einmal eine Koordinierungsstelle geben wird, die die praktische Unsinnigkeit mancher Vorschriften sowohl auf europäischer als auch auf Bundesebene verhindert.

Quelle: VERE – Verband zur Rücknahme und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten e.V.