USA: Supreme Court stoppt Initiative gegen Luftverschmutzung im Kraftwerkssektor

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Industrieemissionen (Foto: Kroll/ Recyclingportal.eu)

Washington D.C. — Mit einer Stellungnahme hat der U.S. Supreme Court eine Maßnahme der Obama-Regierung zur Begrenzung der Luftverschmutzung im Kraftwerkssektor vorerst gestoppt. Die U.S. Environmental Protection Agency (EPA) wollte mit einer neuen Regulierung den Ausstoß von toxischen Stoffen durch US-Kraftwerke stärker einschränken, meldet Germany Trade & Invest (GTAI).

Der Supreme Court begründete seine Entscheidung mit dem Versäumnis der EPA, nicht bereits vor der Verabschiedung der Maßnahme die mit der Umsetzung verbundenen Kosten erwogen zu haben. Etwa 20 Bundesstaaten sowie zahlreiche Kohleminen- und Kraftwerksbetreiber hatten gegen die ihrer Ansicht nach zu hohen Umsetzungskosten Beschwerde erhoben.

Laut EPA sind von den Grenzwerten für Quecksilber, Arsen und andere giftige Luftpartikel etwa 1.400 Energieerzeugungseinheiten in 600 Kraftwerken betroffen. Beim Großteil davon handelt es sich um Anlagen zur Kohleverstromung. Die Standards sollen unter anderem dazu beitragen, den Quecksilberausstoß von Kohlekraftwerken um 90 Prozent zu vermindern.

Trotz der rechtlichen Unwägbarkeiten sollten sich in den USA bei umweltschonender Kraftwerkstechnik in den kommenden Jahren interessante Geschäftschancen ergeben. Deutsche Firmen, die bei Schadstoffabscheidungs- und Filtertechnologien über eine gute Marktposition verfügen, können davon verstärkt profitieren, rät GTAI.

Der vollständige Artikel ist unter gtai.de zu finden.

Quelle: Germany Trade & Invest