HWWI: Index für Industrierohstoffe um 2,9 Prozent (in Euro: -0,4 Prozent) gestiegen

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Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist im Mai den zweiten Monat in Folge angestiegen und spiegelt damit die gestiegenen Weltmarktpreise für eine Reihe wichtiger Rohwaren wider. Insbesondere Energie- und Industrierohstoffe waren von den Preisanstiegen betroffen. Dabei stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex ohne Energie mit 1,7 Prozent (in Euro: -1,6 Prozent) deutlich geringer als der Gesamtindex. Neben Energierohstoffen verteuerten sich im Mai Industrierohstoffe. Steigende Eisenerzpreise sowie verteuerte Nicht-Eisenmetalle ließen den Index für Industrierohstoffe um 2,9 Prozent (in Euro: -0,4 Prozent) steigen.

Die Preise für Industrierohstoffe stiegen im Mai auf breiter Front. Besonders der Preis für Eisenerz machte im Monatsvergleich einen Sprung von +16,6 Prozent (in Euro: +12,9 Prozent) und Eisenerz handelt nun um die Marke von 61 US-Dollar pro Tonne. Allerdings war der Preis für das 62 prozentige Benchmark-Erz im Monat zuvor auch auf ein 10-Jahrestief gefallen und notierte zeitweise unter 48 US-Dollar. Diese historisch niedrigen Preise wurden – insbesondere in China – genutzt um Läger aufzufüllen, was die Preise wieder steigen ließ.

Ungeachtet dieses jüngsten Aufwärtstrends sprechen die Fundamentalfaktoren allerdings eher gegen eine fortwährende Preissteigerung. Der Weltmarkt ist derzeit überversorgt und von der Angebotsseite aus gibt es zur Zeit keine gegenläufigen Signale, denn trotz niedriger Preise und schwächelnder Nachfrage halten die großen Bergbauunternehmen bislang an ihren Plänen zur Produktionsausweitung fest. Der Index für NE-Metalle stieg im Monatsdurchschnitt um 1,7 Prozent (in Euro: -1,7 Prozent). Vor allem Kupfer und Nickel legten dabei im Monatsdurchschnitt mit +4,4 Prozent (in Euro: +1,0 Prozent) respektive +5,4 Prozent (in Euro: +2,0 Prozent) zu.

Quuelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI)