EU-Parlament fordert einen Paradigmenwechsel zur Kreislaufwirtschaft

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EU-Parlament (Foto: Erich Westendarp / http://www.pixelio.de)

Brüssel — 14 Tonnen Rohstoffe verbrauchen EU-Bürger und fünf Tonnen Abfall produzieren sie jedes Jahr. Um den Abfall zu reduzieren, könnten Produkte oder Materialien, die wiederverwertet, repariert oder recycelt werden können, die Lösung sein. Gestern debattierte das Plenum des EU-Parlaments einen Bericht, der einen Paradigmenwechsel zur Kreislaufwirtschaft fordert. In einer sogenannten Kreislaufwirtschaft werden Produkte so gestaltet, dass sie besser wiederverwertet werden können.

In einem Initiativbericht fordert das Parlament die Kommission auf, bis Ende 2015 eine verbindliche Zielvorgabe für die Steigerung der Ressourceneffizienz in der EU um 30 Prozent bis 2030, bezogen auf die Niveaus von 2014, einzuführen. Das Plenum diskutierte den Bericht gestern und will morgen (8.7.) darüber abstimmen.

Die Kommission schätzt, dass durch die Vorschläge das Bruttoinlandsprodukt um ein Prozent wachsen könnte und zwei Millionen zusätzliche nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.

Die finnische Berichterstatterin Sirpa Pietikäinen (EVP) erklärte: „Um den Trend zu ändern, brauchen wir einen wirklichen Paradigmenwechsel.“ Für diesen systematischen Ansatz würden nicht nur regulatorische Veränderungen gebraucht, sondern auch Informationen über Kreislaufwirtschaft.

Weitere Details sind dem „Report on resource efficiency: moving towards a circular economy“ (2014/2208[INI)] des Umweltausschusses des EU-Parlaments zu entnehmen. 

Quelle: EU-Parlament