Extrupet: Südafrikas erster B2B PET- Recycler setzt auf Starlinger-Technologie

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Nahmen an der Eröffnung teil (v.l.): C. Wadhwani, E. Molewa, T. Gearhart und V. Naidoo (Foto: ©Extrupet)

Wien, Österreich — Extrupet, das größte PET-Flaschenrecyclingunternehmen in Südafrika, verwendet Starlinger iV+-Technologie für die Herstellung von PhoenixPET, einer rPET-Marke mit Zertifizierung für Coca-Cola-Produkte. Die neue Anlage für Bottle-to-Bottle-Recycling wurde am 11. Mai 2015 im Extrupet-Werk in Wadeville, Johannesburg, offiziell in Betrieb genommen. Sie produziert PET-Rezyklat, das für Verpackungen mit Lebensmittelkontakt und für kohlensäurehaltige Getränke eigesetzt werden kann und unter dem Markennamen PhoenixPET vertrieben wird.

Extrupet ist das erste Unternehmen in Südafrika, das Coca-Cola-zertifizierte Recyclingtechnologie bei der Herstellung von Flaschen für kohlensäurehaltige Getränke einsetzt. Südafrika ist damit das erste Land am afrikanischen Kontinent, in dem recyceltes PET für Coca-Cola-Produkte verwendet wird. Die Recyclinganlage für das 3000 m² große PhoenixPET-Werk stammt von Starlinger recycling technology.

Wie Chandru Wadhwani, Joint Managing Director von Extrupet, erklärt, wurde das Projekt erstmals vor drei Jahren ins Auge gefasst, als man mit der vorhandenen Kapazität an die Grenzen stieß. Es mussten Entscheidungen sowohl hinsichtlich der Wahl der Technologie als auch hinsichtlich der Kapazität einer neuen Anlage getroffen werden. Nach ausführlichem Vergleich der existierenden Technologien und Besuchen bei mehreren Referenzbetrieben in Europa hat sich Extrupet für Starlinger entschieden, da das Unternehmen bereits weltweit Bottle-to-Bottle-Anlagen installiert hat, die für Coca-Cola produzieren.

Für lebensmittelechtes PET-Regranulat

Die PET-Recyclinganlage, eine recoSTAR PET 165 HC iV+, ist ausgelegt für die Produktion von lebensmittelechtem PET-Regranulat gemäß den Richtlinien der FDA (US Food and Drug Administration) und der EFSA (European Food Safety Authority). Die Anlage mit einer Produktionskapazität von 1.800 kg/h soll jährlich 14.000 Tonnen rPET-Granulat für die PET-Verpackungsindustrie in Südafrika und in dessen Nachbarländern liefern. Zusätzlich reduziert sich dadurch die Menge an gebrauchten PET-Flaschen, die auf Deponien entsorgt werden müssen, um jährlich 22.000 Tonnen, und es werden für geschätzte 15.000 Personen Einkommensmöglichkeiten im Rahmen der Flaschensammlung geschaffen.

Extrupets PET-Recyclingextruder ist mit einer Inline-Qualitätskontrolle ausgestattet, die Farbe und IV (intrinsische Viskosität) des erzeugten Granulats überwacht. Ein integriertes Farbspektral-Fotometer misst ständig die Farbwerte, um die einheitliche Farbe des Rezyklats sicherzustellen. Allfällige Farbabweichungen werden sofort registriert und so nicht spezifikationsgemäße Produktion und Ausschuss auf ein Minimum reduziert.

Qualität ist Schlüsselfaktor

Die Recyclinganlage stellt die Betriebsparameter automatisch ein, um den am Bedienfeld voreingestellten IV-Wert zu erzielen. Während der Produktion wird das IV-Niveau ständig überwacht und bei Bedarf die Parameter angepasst. Dies vermeidet IV-Schwankungen nach dem Extruder und gewährleistet sehr gleichmäßige IV-Werte bereits während der Granulatproduktion.

Die gründliche Vortrocknung des Ausgangsmaterials (gewaschenes Flaschenmahlgut) sowie die Hochvakuum-Entgasung und die Schmelzefiltrierung sichern die hohe Qualität der Schmelze im Extrusionsprozess. Im integrierten, nachgeschalteten SSP-Reaktor wird die IV des hergestellten Granulats auf den gewünschten Wert erhöht. Organische und flüchtige Bestandteile sowie Azetaldehyd werden entfernt und dadurch eine nach Herstellerangaben hervorragende Dekontamination erzielt. Die FIFO-Behandlung (first-in first-out) sowohl des Mahlguts im Vortrockner vor der Extrusion als auch des Granulats im kontinuierlichen SSP-Prozess nach der Extrusion gewährleistet eine gleichbleibende Verweildauer, die für eine optimale Reinigungseffizienz wichtig ist. Zur Erzielung einer gründlichen Qualitätskontrolle und der Rückverfolgbarkeit ist die Recyclinganlage mit einem Online-Archivsystem für Prozessdaten ausgestattet.

Bei der offiziellen Eröffnung der ersten Bottle-to-Bottle-Recyclinganlage Südafrika am 11. Mai 2015 in Wadeville, Johannesburg, waren Chandru Wadhwani, Joint Managing Director von Extrupet, Edna Molewa, Südafrikas Umweltministerin, Therese Gearhart, Präsidentin von Coca-Cola Southern Africa, und Vijay Naidoo, Joint Managing Director von Extrupet, zugegen.

Quelle: Starlinger & Co. Gesellschaft m.b.H.