BDE begrüßt Positionierung der G7 zu Ressourceneffizienz und Meeresvermüllung

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Quelle: BDE

Berlin — Die Staats- und Regierungschefs zum diesjährigen G7-Gipfel haben vereinbart, gemeinsame Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz und zur Bekämpfung der Meeresvermüllung zu ergreifen. Das bewertet der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. positiv.

BDE-Präsident Peter Kurth: „Dass die führenden Politiker der größten Volkswirtschaften dieser Erde sich klar zu Konzepten wie etwa Kreislaufwirtschaft, Ökodesign, ‚Sharing Economy‘ und ‚Remanufacturing‘ bekennen, verdeutlicht die Dringlichkeit eines breiten Umdenkens im Umgang mit knappen Rohstoffen. Wenn es uns nicht gelingt, Rohstoffe so zu verwenden, dass wir mit ihnen immer wieder Wertschöpfungen erzielen können, werden wir unseren Wohlstand nicht halten.“

Anders als beim Klimaschutz, so Peter Kurth weiter, führe der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft nicht zu Wettbewerbs-Nachteilen für unilateral handelnde Staaten. Er sei deswegen auch vorsichtig optimistisch, dass die EU es schaffe, trotz des Widerstands einiger Wirtschaftssektoren bis Ende 2015 ein umfangreiches Maßnahmenpaket im Rahmen ihrer überarbeiteten Kreislaufwirtschaftsstrategie vorzuschlagen.

In ihrer Abschlusserklärung verständigen sich die G7 darauf, eine „Allianz für Ressourceneffizienz“ einzugehen. In jährlich abgehaltenen Workshops wollen sich die führenden Industrienationen zu neuen Konzepten und bewährten Verfahren zur Steigerung der Ressourceneffizienz austauschen. Explizit nennen sie als prioritäre Themen Kreislaufwirtschaft, Öko-Design, „Sharing Economy“ und „Remanufacturing“. Die Workshops sollen in enger Kooperation mit fortschrittlichen Wirtschaftsakteuren abgehalten werden.

Ebenso enthält die Abschlusserklärung einen „G7-Aktionsplan zur Bekämpfung der Meeresvermüllung“. Neben der Bekämpfung meeres- und landesbasierter Quellen der Vermüllung beschlossen die G7-Staaten, eine Kommunikationsplattform zum Austausch von Erfahrungen mit der Beseitigung von Abfällen in Wassernähe einzurichten. Ferner soll die Entfernung von Abfällen von Orten unterstützt werden, wo sie eine Gefahr für Meeres-Ökosysteme darstellen.

Quelle: BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V.