IKB erwartet leichten Nachfrage-Anstieg bei Zink und Blei

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Bleigewichte (Foto: ©Harry256 / http://www.pixelio.de)

Düsseldorf — Die Zink-Lagerbestände an der LME haben sich bis Ende Mai 2015 weiter auf 0,45 Mio. t reduziert. Der Lagerbestand an der SHFE bewegt sich um 0,19 Mio. t. Die Bestände entsprechen nun dem Verbrauch von über zwei Wochen, was eine gute Versorgung darstellt. Der Markt wies ein Angebotsüberschuss im ersten Quartal 2015 auf, meldet die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information.

Die Bleivorräte an der LME haben sich auf rund 159.000 t kräftig vermindert; diejenigen an der SHFE (37.000 t) gingen ebenfalls weiter zurück. Das absolute Niveau der Bestände entspricht damit unverändert dem Verbrauch von knapp sieben Tagen. Damit ist bei Blei die Versorgungssituation deutlich enger. Im ersten Quartal 2015 war der Markt weitgehend ausgeglichen (Angebotsüberschuss von rund 11.000 t).

Die Zinkminenproduktion erhöhte sich im ersten Quartal 2015 um 4,3 Prozent, obwohl die chinesische Erzeugung rückläufig war. Die Raffinadeproduktion legte deutlich stärker zu (+8,3 Prozent). Dies war vor allem auf Produzenten in China, Kanada und Indien zurückzuführen. Der Verbrauch stieg schwächer an (+2,3 Prozent), sodass sich ein Angebotsüberschuss von rund 140.000 t ergab. Bei dem für 2015 erwarteten Nachfrageanstieg von etwa 3 Prozent dürfte es im Gesamtjahr zu einem Angebotsdefizit von rd. 300.000 t kommen. Die Lagerbestände sind jedoch ausreichend, um hohe Preissprünge zu verhindern. Die IKB sieht aher für den Zinkpreis bis Ende des dritten Quartals 2015 eine Bewegung um eine Marke von 2.200 US-$/t mit einer Schwankungsbreite von 200 US-$.

Die Bleiminenproduktion sank im ersten Quartal 2015 um knapp 1 Prozent. Die Raffinadeproduktion reduzierte sich infolge eines niedrigeren Ausstoßes in Peru und China um 2,3 Prozent. Der Verbrauch verminderte sich leicht stärker (-2,7 Prozent). Bei Blei ergab sich dadurch ein geringer Angebotsüberschuss (11.000 t). Die IKB erwartet für 2015 einen weltweiten Nachfragezuwachs von gut 2 Prozent, wobei der chinesische Verbrauch stärker zulegen wird. Die Automobilproduktion trägt den Nachfragezuwachs 2015 in Europa. Insgesamt dürfte sich der Markt auch 2015 wieder weitgehend ausbalanciert darstellen. Daher sieht die Industriebank im dritten Quartal 2015 eine Bewegung um 2.000 US-$/t mit einer Bandbreite von 200 US-$. Derzeit erwartet sie keine größeren Lieferstörungen.

Quelle: Deutsche Industriebank