Nachfrage nach professionellem Recycling für Südafrikas Verpackungsindustrie steigt

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Verpackungsabfälle (Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de)

Johannesburg — In Südafrika wird mehr als die Hälfte des Verpackungsmaterials schon wiederverwendet. Allgemein verbindliche Recycling-Regeln gibt es aber nicht, und die Nachfrage nach professionellem Abfallmanagement wächst. Deutsche Lieferanten für Recyclingtechnik und -Know-how können punkten, meldet Germany Trade & Invest.

Die südafrikanische Verpackungsindustrie produzierte 2013 rund 3,7 Millionen Tonnen an Glas, Papier, Metall und Plastik. Wiederverwertbare Wertstoffe sind bei ihnen heiß begehrt, da recyceltes Glas oder Papier deutlich billiger ist als Neumaterialien. Dadurch entstand eine lebendige Recyclingindustrie, die sich aus privaten Initiativen entwickelte. Verpackungsunternehmen gründeten eigene Recyclingsparten, unabhängige Recyclingbetriebe entstanden.

Recyclingunternehmen berichten zwar von Versorgungsengpässen, da nicht ausreichend Material zurück in den Kreislauf gebracht wird. Doch will im Rahmen der Initiative Zero Plastics to Landfill der Branchenverband Plastics SA die Wiederverwertung bei Plastikverpackungen von 30 (2013) auf 100 Prozent (2030) erhöhen. Kunststoffrecycler dürften damit weiter auf Expansionskurs setzen. Dabei könnte deutsches Know-how die Einführung der Mülltrennung in den Haushalten sowie die Bestrebungen der Industrie unterstützen – mit Absatzchancen für deutsche Maschinenbauer.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest