Flugzeug-Recycling und -Ersatzteilhandel gewinnen zunehmend an Interesse

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Flugzeugdemontage (Foto: © ID1974 - Fotolia.com)

Berlin — Mit der starken Zunahme des Luftverkehrs bis 2033 rückt parallel die Entsorgung von ausgemusterten Flugzeugen auch in Deutschland in den Blickpunkt. Generell ist ein umfangreiches Entwicklungspotenzial für eine Verwertung bereits benutzter Materialien vorhanden. Andererseits handelt es sich gegenwärtig noch um einen Nischenmarkt, urteilt Germany Trade & Invest.

In Deutschland sehen nach Expertenmeinung hoch spezialisierte Unternehmen bereit, die mit der Luft- und Raumfahrtindustrie neue Geschäftsmodelle ausarbeiten könnten und möchten. Eine besondere Rolle spielt dabei der MRO-Sektor (Maintenance, Repair and Overhaul), da dieser luftfahrttaugliche Teile und Komponenten verwertet oder deren Einsatzdauer verlängert.

Ferner stieß in der jüngeren Vergangenheit angesichts des Umfangs der verwertbaren Flugzeugmaterialien die Gewinnung von Sekundärrohstoffen auf öffentliche Aufmerksamkeit: So soll sich die Abfallmenge weltweit von derzeit 30.500 auf 72.600 t im Jahr 2021 erhöhen. Zu den künftigen Herausforderungen zählt aber vor allem die Behandlung diverser Verbundstoffe, insbesondere die Entsorgung von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen. Branchenvertreter denken, dass ein Mix aus Ersatzteilhandel und Verschrottung erforderlich ist, um ein lukratives Geschäft zu generieren.

Weitere Informationen sind unter gtai.de zu finden.

Quelle: Germany Trade & Invest