Um 5 Prozent: Niedersächsische Sonder-Abfälle im Jahr 2014 leicht gestiegen

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Quelle: Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH (NGS)

Hannover — Die Gesamtmenge der niedersächsischen Sonderabfälle ist im Jahr 2014 um fünf Prozent auf 1.665.000 t (2013: 1.579.000 t) angestiegen. Bau- und Abbruchabfälle, insbesondere Gleisschotter sowie Straßenaufbruch, haben sich insgesamt um über 200.000 t erhöht. Ohne die Abfallart Gleisschotter wäre sogar eine Mengenreduzierung für 2014 zu konstatieren.

Asbestabfälle sind leicht, gefährlich eingestufter Boden und Steine um 38.000 t moderat und Abfälle aus der Sanierung von Bohrschlammdeponien um 60.000 t stark gesunken: Den Mengeneinbruch bei den Abfällen aus Bohrschlammdeponien schätzt die Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH (NGS) in Hannover als eine nur temporäre Erscheinung ein.

Mengenänderungen waren auch bei einzelnen projektbezogenen Abfallarten und sog. Sekundärerzeugern (Output der Bodenreinigungsanlagen), die um 56.000 t abgenommen haben, zu verzeichnen. Die produktionsspezifischen Abfälle wie z. B. Säuren, Laugen, Aufsaugmassen und Bearbeitungsöle stiegen insgesamt konjunkturell bedingt leicht an; insbesondere haben auch darüber hinaus Farb- und Lackschlämme um 4.000 t und andere gefährliche Abfälle aus der Nichteisen-Hydrometallurgie um 20.000 t zugenommen.

Die chemisch-physikalische Behandlung hat mit 49,6 Prozent (2013: 46 Prozent) nach wie vor den größten Anteil; hiervon betreffen fast drei Viertel die Bodenbehandlung. Bei der oberirdischen Deponierung ist die Menge, insbesondere durch den Rückgang bei Bohrschlämmen, asbesthaltigen Abfällen und die verstärkte Bodenbehandlung auf 39 Prozent (2013: 42 Prozent) gesunken. Die übrigen Entsorgungswege sind weitgehend unverändert, wobei die Sonderabfallverbrennung bei sechs Prozent liegt, die untertägige Deponierung bei 3,6 Prozent und die Hausmüllverbrennung bei zwei Prozent.

Die Kurzdarstellung der Entwicklung der Sonderabfall-Entsorgung in Niedersachsen im Jahr 2014 steht unter ngsmbh.de zum Download bereit.

Quelle: Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH (NGS)