Nutzung von Bioabfällen: Baden-Württemberg gründet Kompetenzzentrum

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Biotonne (Foto: © piu700/ http://www.pixelio.de)

Karlsruhe — Das Land hat bei der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg ein „Kompetenzzentrum Bioabfall“ eingerichtet. „Wir wollen damit die Kommunen und Landesbehörden in Baden-Württemberg dabei unterstützen, die aktuellen Herausforderungen im Bereich der Bioabfallsammlung und -verwertung zu meistern“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller.

So muss beispielsweise seit Beginn des Jahres der Bioabfall aus Haushalten flächendeckend getrennt eingesammelt werden. Dies ist die Grundlage dafür, ihn anschließend energetisch verwerten und danach die im Bioabfall enthaltenen lebenswichtigen Nährstoffe als Düngemittel wieder in den Kreislauf einführen zu können. „Das Kompetenzzentrum kann den Stadt- und Landkreisen dabei helfen, die hierzu erforderliche Infrastruktur möglichst optimal zu planen. Dies kann teure Fehlplanungen verhindern, die ansonsten die Bürgerinnen und Bürger über ihre Müllgebühren zu bezahlen hätten“, machte der Umweltminister detlich.

Tipps geben kann das Kompetenzzentrum auch zu Fragen, wie Abfälle aus der Biotonne und aus der Grüngutsammlung möglichst umfassend und hochwertig genutzt werden können, zu verschiedenen Behandlungsverfahren, zu Fragen der Wirtschaftlichkeit oder zu Maßnahmen zur Qualitätssicherung. „Unsere Stärke ist es, neutral und marktunabhängig beraten und dabei auf unser vernetztes Fachwissen in allen Umweltbereichen zurückgreifen zu können“, unterstrich Margareta Barth, Präsidentin der LUBW. „Mit dem Kompetenzzentrum Bioabfall steigern wir unsere Beratungsleistungen in der Abfall- und Kreislaufwirtschaft.“

„Bioabfälle sind eine wertvolle Ressource, die wir in Baden-Württemberg künftig noch besser einsammeln und in leistungsfähigen, immissionsarmen und kostengünstigen Vergärungs- und Kompostierungsanlagen hochwertig verwerten wollen. Hierbei kann das neue Kompetenzzentrum eine zentrale Rolle einnehmen“, betonte Umweltminister Franz Untersteller.

Quelle: LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg