Steigende Abfallmengen in der Türkei: Chancen für Umwelttechnologie-Anbieter

1415
Hagia Sophia, Istanbul (Foto: © C. Sürgers /http://www.pixelio.de)

Istanbul, Türkei — Die Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft in der Türkei besitzt ein erhebliches Wachstumspotenzial. Der Nachholbedarf ist groß. Fortschreitende Urbanisierung und Industrialisierung haben zu steigendem Lebensstandard und steigenden Abfallmengen geführt. Diese Mengen sollen künftig durch Recyclingprojekte wirtschaftlich verwertet werden. Ein Aktionsplan für Wiedergewinnung sowie neue gesetzliche Bestimmungen mit Blick auf die anvisierte EU-Integration existieren bereits, meldet Germany Trade & Invest.

Eine reguläre Abfalltrennung gibt es in der Türkei noch nicht. Lediglich einige öffentliche Abfallcontainer bieten die Möglichkeit der getrennten Entsorgung. Hier besteht großer Nachholbedarf, zumal die Wiedergewinnungsquote bei Glas, Kunststoffen, Metallen und Papier von geschätzten 44 Prozent im Jahr 2014 auf 60 Prozent im Jahr 2020 angehoben werden soll.

Bislang erfolgt die Entsorgung landesweit über 104 geordnete Mülldeponien, 1.382 Wiedergewinnungsanlagen, 38 Müllverbrennungsanlagen und 45 Stellen für die Sterilisierung von medizinischen Abfällen. In den nächsten Jahren stehen umfangreiche Investitionen an, die den Einsatz moderner Recyclingtechnologien erfordern. Für Unternehmen, die Umweltanlagen, Ausrüstungen und Dienstleistungen bereitstellen, könnten sich dadurch interessante Geschäftschancen ergeben.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest