Russlands Industrie- und Siedlungsabfälle könn(t)en deutsche Technik brauchen

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Der Kreml (Foto: ©Lothar Wandtner / http://www.pixelio.de)

Moskau — Russland könnte ein idealer Markt für deutsche Technik zur Verarbeitung von Siedlungsabfällen. Der Bedarf ist riesig: Von den 90 Mrd. Tonnen an Reststoffen werden weniger als 40 Prozent der Industrieabfälle und nur 10 Prozent des Haushaltsmülls umweltgerecht entsorgt, meldet Germany Trade & Invest.

40 Müllverbrennungsanlagen, 243 Einrichtungen zur Müllverarbeitung und 53 Großanlagen zur Mülltrennung und -sortierung stehen landesweit 4 Mio. Hektar an Deponiefläche sowie geschätzte 17.000 wilde Müllkippen und 13.000 illegale Ablageplätze in freier Natur gegenüber. Hinzu kommen Intransparenz bei kommunalen Projekten, unterschiedliche regionale Gegebenheiten und eine zögerliche Umsetzung gesetzlicher Rahmenbedingungen für die Abfallwirtschaft.

Deutsche Anbieter von Technologie zur umweltgerechten Entsorgung müssen jedoch die aktuellen Zahlungsschwierigkeiten der öffentlichen Hand und die russischen Importblockaden gegenüber westlichen Sanktionsländern überwinden. Allerdings ist deutsche Umwelt- und Abfallwirtschafts-Technik nicht chancenlos: Ihr guter Ruf ist trotz politischer Querelen nach wie vor unbeschädigt.

Weitere Informationen sind unter gtai. de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest