Chile: Bergbauabfälle warten nach Überschwemmungen auf Lösungen

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Am Rande der Atacama-Wüste (Foto: © qayyaq /http://www.pixelio.de)

Santiago de Chile — In der chilenischen Atacama-Wüste ließen im März 2015 starke Niederschläge Staudämme und Sammelbecken des Bergbaus überlaufen. Die schwersten Regenfälle seit 80 Jahren trafen auch die Kupfer- und Goldbergwerke in der für den Bergbau bedeutenden Region. Die Überschwemmungen könnten nun zum Umweltproblem werden, da chemische Stoffe zur Gewinnung der Mineralien in Dämmen gehalten werden; sie könnten ins Grundwasser gelangen oder bei Einsturz der Dämme durch Erdbeben oder Unwetter freigesetzt werden..

Eine im April 2015 angeordnete Untersuchung der Wasser- und Schlammfluten im Hinblick auf die Anschwemmung giftiger Bestandteile erweckt die Befürchtung, dass die Verbindung von angeschwemmten Bergbauüberresten mit überfluteten Abwässern giftige Gase erzeugt hat. Eine weitere Gesundheitsgefährdung entsteht durch den Oberflächenstaub, der weite Entfernungen zurücklegen kann. Welche Umwelttechnologien notwendig sind, um die Verschmutzung zu beseitigen, wurde bisher noch nicht definiert.

Zur Überwachung von potenziell gefährlichen Situationen bieten deutsche Zulieferer Produkte an, beispielsweise für das Monitoring von Gasen. Ein anderes Beispiel ist eine neue Technologie aus Deutschland, bei der Schwermetalle in schwerlösliche Verbindungen eingebunden werden (in-situ Schadstoff-Immobilsierung). Das Unternehmen IBZ-Salzchemie hat dieses Verfahren in Chile vorgestellt und will 2015 den Markt weiter erkunden.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest