Deutlich erhöhte Tonnage: Oryx Stainless baute Wettbewerbsposition in 2014 aus

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Quelle: Oryx Stainless

Dordrecht/Mülheim an der Ruhr — Oryx Stainless, das weltweit drittgrößte Edelstahlveredelungs-Unternehmen, ist 2014 in einem weiterhin angespannten Umfeld stärker als der Markt gewachsen. Bei einer deutlich erhöhten Tonnage stieg der Umsatz von 430 Mio. Euro in 2013 auf 590 Mio. Euro in 2014. Dabei profitierte das niederländisch/deutsche Unternehmen auch von einem weiteren Anstieg der Edelstahlproduktion.

Die Weltedelstahl-Produktion bzw. der -Verbrauch erhöhte sich nach Angaben des International Stainless Steel Forum (ISSF) in 2014 um 8,3 Prozent (Vorjahr 7,2 Prozent), was leicht über dem langfristigen Mittel liegt. Besonders positiv wirkten sich dabei die neuen Standorte in der Wachstumsregion Asien aus. So konnte die Tonnage in dieser Region im zweiten operativen Jahr gegenüber 2013 verdoppelt werden. Asien, inklusive China, hat mittlerweile einen Marktanteil von knapp 75 Prozent an der Weltedelstahlproduktion; China ist mit einem Wachstum von rund 14 Prozent weiterhin die Lokomotive der Edelstahlkonjunktur.

Nickel als Hauptpreistreiber

Weit weniger Unterstützung, als von vielen Marktteilnehmern aufgrund der indonesischen Nickelausfuhr-Beschränkungen erwartet, kam dagegen vom Nickelpreis, dem Hauptpreistreiber bei Edelstahl. Der Jahresdurchschnitt lag zwar mit USD 16.935,00/mt um rund 12 Prozent höher als der Vorjahreswert von USD 15.100,00/mt, der Nickelmarkt war aber damit immer noch weit entfernt von den letzten Höchstständen von knapp USD 29.000,00/mt in 2011. Getragen wurde der höhere Durchschnittspreis vor allem von einem stärkeren Markt im ersten Halbjahr 2014, der sein Hoch mit rund USD 21.500,00/mt im Mai hatte. Danach ging der Nickelpreis im Zuge der ausbleibenden erwarteten Effekte der indonesischen Exportrestriktionen kontinuierlich nach unten; ein Trend der sich mit Notierungen von rund USD 12.300,00/mt (25. März 2015) bis ins erste Quartal 2015 fortsetzte.

Marktumfeld auf dem Weg zur Normalität

„Oryx Stainless hat in einem Marktumfeld, das sich noch auf dem Weg zur Normalität befindet, ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Die regionale Diversifizierung mit den neuen Standorten in Asien zahlt sich aus. Wenngleich alles dafür spricht, dass sich die Nickelpreise erholen werden und 2015 ein neues Rekordjahr für die Edelstahlproduktion wird, so werden wir auch in Zukunft im Sinne einer weiteren nachhaltigen profitablen Entwicklung von Oryx Stainless nicht nur auf den Markt, sondern auf unsere eigenen Stärken setzen. Insbesondere werden die bestehenden strategischen Projekte zur weiteren Verbreiterung und Vertiefung der Beschaffungsbasis und Erhöhung der nationalen und internationalen Präsenz auch im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt“, bilanziert Tobias Kämmer, CEO der Oryx Stainless Holding.

Ein weiteres Jahr des Übergangs

2015 wird aus Sicht von Oryx Stainless für die Edelstahlbranche ein weiteres Jahr des Übergangs, in dem die konjunkturellen Auswirkungen der Vorjahre vom Sektor weiter kompensiert werden müssen. Entgegen anderweitiger Prognosen blieben in den ersten Monaten des laufenden Jahres die Nickelnotierungen unter Druck. Dabei wirken neben dem Angebotsüberschuss bei Primärnickel vor allem spekulative Einflüsse preisdämpfend auf den Nickelpreis. Positive Impulse könnten mittelfristig von China ausgehen. Nachdem mit Indonesien einer der Hauptlieferanten für Nickel in 2014 Ausfuhrrestriktionen erlassen hat und es Anzeichen dafür gibt, dass die chinesischen Nickelvorräte im Laufe des Jahres aufgebraucht sein werden, ist wieder mit einer steigenden Marktnachfrage und damit höheren Notierungen zu rechnen. Allerdings ist die Datenlage hinsichtlich der Nickelerzreserven in China alles andere als transparent.

Für 2015 zuversichtlich

„Nachdem die Branche 2013 eines der schwierigsten Jahre gemeistert und sich 2014 insgesamt zufriedenstellend entwickelt hat, sind wir trotz eines schwachen Starts zuversichtlich für 2015. Wenngleich das Marktumfeld weiterhin volatil bleiben wird und nicht mit einer spürbaren Unterstützung der Märkte zu rechnen ist, so gehen wir davon aus, dass Oryx Stainless aufgrund seiner guten operativen und regionalen Aufstellung auch in diesem Jahr überproportional vom wachsenden Edelstahlmarkt profitieren wird. Wir sind zuversichtlich, im laufenden Jahr an die Ergebnisse des Vorjahres anknüpfen und das Jahresergebnis auf Niveau wie 2014 wiederholen zu können“, prognostiziert Tobias Kämmer.

Im Rahmen der Einmarkenstrategie wird die Oryx Stainless Gruppe im Laufe des Jahres 2015 die Gesellschaften, die bisher noch unter KMR Stainless firmierten, in Oryx Stainless umbenennen.

Quelle: Oryx Stainless Group