IMPEL TFS EA: Abfallexperten debattierten illegale Geschäfte mit Elektro-Schrott

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E-Schrott (Foto: © Karl-Heinz Laube / http://www.pixelio.de)

Landshut — Internationale Abfallexperten des Europäischen Netzwerkes IMPEL TFS EA haben sich in der vergangenen Woche in Landshut zu einer Fachbesprechung getroffen. Hauptthema war die illegale grenzüberschreitende Abfallverbringung, insbesondere die Missstände der illegalen und umweltgefährdenden Elektroschrott-Entsorgung.

Ziel dieser Veranstaltung war, eindeutige Kriterienkataloge zur Unterscheidung von Abfall und Gebrauchtware für die Kontrollbeamten des Zolls, der Polizei und des Bundesamtes für Güterverkehr zu erarbeiten. Damit soll zukünftig die Kontrolle grenzüberschreitender Abfallverbringung noch effektiver gestaltet werden.

Oftmals ist Elektroschrott als Gebrauchtware deklariert, obwohl die Geräte meist nicht funktionsfähig sind und auch in den Bestimmungsländern wie z.B. Afrika oder Asien nicht mehr repariert werden. Elektroschrott-Transporte sind genehmigungspflichtig; bei gefährlichen Abfällen wie Kühlschränken oder Bildschirmgeräten ist der Export in nicht OECD-Staaten verboten. Durch die Falschdeklarierung erreichen solche illegale Exporte etwa Afrika, wo die Geräte umweltschädlich ausgeschlachtet werden, um so wertvolle Metalle zu gewinnen. In der Regel werden sie abgebrannt, wodurch etwa bei alten FCKW-haltigen Kühlgeräten klimaschädigende Gase freigesetzt werden.

„Wir müssen illegale Elektroschrott-Transporte verhindern, nicht nur damit die Abfälle letztendlich umweltgerecht aufbereitet, sondern auch damit die für zukünftige Generationen wichtigen Ressourcen geschont werden“, lautete das Credo der Fachgruppe „Transfrontier Shipments of Waste Enforcement Action“ (TFS EA) des „European Union Network for the Implementation and Enforcement of Environmental Law“ (IMPEL).

Quelle: Regierung von Niederbayern