Reclay Group: DSD-Kündigung der Clearingverträge inakzeptabel

1613
Quelle: Reclay

Köln — Den Austritt der DSD aus den Clearingverträgen hat Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay folgendermaßen kommmentiert: „Die Kündigung ist völlig inakzeptabel. Wir wissen nicht, was derzeit bei DSD vor sich geht. Die Argumentation von CEO Stefan Schreiter, mit dem Austritt aus den Clearingverträgen stärke man die Kreislaufwirtschaft, ist blanker Hohn. Das Gegenteil ist der Fall: Die Kündigung sorgt für Unsicherheit im Markt und gefährdet die Stabilität der haushaltsnahen Sammlung. Und das alles völlig ohne Not.“

Gestern hat die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) ihre Clearingverträge in der Gemeinsamen Stelle der dualen Systeme mit sofortiger Wirkung gekündigt. Als Grund wird der vermeintliche Mengenschwund im 1. Quartal 2014 genannt.

Verbesserung der Verpackungsentsorgung auf gutem Weg

Nach Ansicht von Raffael A. Fruscio befindet sich die Sicherung einer effizienten, kostengünstigen und umweltbewussten Verpackungsentsorgung aktuell auf einem guten Weg. Erst in dieser Woche hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) seinen Entwurf für eine 7. Novelle der Verpackungsverordnung in die Ressortabstimmung gegeben. Auch aus Branchenkreisen gibt es eine Vielzahl konstruktiver Vorschläge, die das System verbessern und vorhandene Schlupflöcher schließen könnten.

„Die Mehrzahl der dualen Systeme tut im Moment alles dafür, die Marktstabilität zu sichern. Dass DSD seine Verträge ausgerechnet jetzt kündigt und aktiv in einen politischen Prozess eingreift, kann nur einen Grund haben: die Erpressung des Marktes. Weil die eigenen Forderungen kein Gehör finden, wird versucht, den Druck für die 6. Novelle der Verpackungsverordnung zu erhöhen. Politik und Mitbewerber können und dürfen sich das nicht gefallen lassen. Als Kölner Unternehmer sollte Herr Schreiter aufpassen, dass auch für ihn an Aschermittwoch nicht alles vorbei ist“, so Fruscio.

Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen garantiert

Die Reclay Group hält derweil an ihren im 1. Quartal 2014 gemeldeten Marktanteilen fest. „Unsere Anteile stehen. Wir garantieren, unsere Mengen weiterhin ordnungsgemäß zu melden und unsere Verpflichtungen gegenüber der Entsorgungswirtschaft vollumfänglich zu erfüllen. Zugleich sind wir bereit, an jeder vernünftigen Neuausrichtung der Clearingstelle und des regulativen Umfelds mitzuwirken. Dazu bedarf es des Dialogs aller Beteiligten und nicht kraftmeiernder Alleingänge einzelner Marktteilnehmer“, so Raffael Fruscio abschließend.

Quelle: Reclay Group