Oman zeigt Interesse an Umwelt-Technologie aus Rheinland-Pfalz

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Mohammed S. Al Harthy und Eveline Lemke (Foto: Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz)

Mainz — Wirtschaftsministerin Eveline Lemke hat den stellvertretenden Generaldirektor der omanischen Umweltbehörde Be’ah, Scheich Mohammed S. Al Harthy, zu Gesprächen über die rheinland-pfälzische Umwelttechnologie getroffen. Scheich Al Harthy war für zwei Tage zu Gast in Rheinland-Pfalz, um sich ein Bild über die gesamte Branche und insbesondere moderne Abfallaufbereitung zu machen.

Für Wirtschaftsministerin Lemke war der Besuch aus dem Oman die erneute Bestätigung, wie hoch das Interesse an Umwelttechnik aus Rheinland-Pfalz ist und wie groß dieser Markt in Zukunft wird. „Sauberes Wasser, saubere Luft und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen, wie jetzt eben im Fall des Oman, Abfallrecycling, das sind Schlüsselthemen der nächsten Jahrzehnte überall auf der Welt. Unsere Unternehmen sind in der Umwelttechnikbranche hervorragend aufgestellt. Wenn sie im Verbund antreten und Kompaktlösungen anbieten, haben sie gute Chancen Großkunden wie den Oman zu gewinnen. Genau dafür haben wir Ecoliance Rheinland-Pfalz gegründet.“

Auf dem Terminkalender von Scheich Al Harthy standen zahlreiche Firmenbesuche, u.a. bei der BASF, bei Scherer & Kohl, bei Alba Electronics Recycling sowie Tomra Sorting und Vecoplan. Daneben gab es Gespräche mit dem Vorstand des rheinland-pfälzischen Umwelttechnik-Netzwerks Ecoliance Rheinland-Pfalz und mit Ingenieurbüros. Die Schwerpunkte der Gespräche lagen auf den Themenfeldern Elektroschrott- und Bauschuttrecycling, der fachgerechten Behandlung von Sonderabfällen und dem Aufbau einer verwertungsorientierten Kreislaufwirtschaft im Oman.

Der Oman plant, in den kommenden Jahren eine durchstrukturierte Abfallwirtschaft aufzubauen sowie den Auf- und Ausbau des Abwassernetzes. Darüber hinaus besteht im Oman ein großes Potenzial für den Ausbau von Wind- und Solarenergie.

Gerade im Bereich der Umwelttechnik werden von den Kunden hauptsächlich fachübergreifende Komplettlösungen verlangt, die spezialisierte mittelständische Unternehmen alleine nicht stemmen können. Das vor kurzem gegründete Umwelttechnik-Netzwerk Ecoliance Rheinland-Pfalz mit seinen rund 60 Mitgliedsunternehmen soll der zentrale Ansprechpartner im Land für diese Art von Großprojekten werden. Gemeinsam wollen die Mittelständler schlagkräftiger, wettbewerbsfähiger und innovativer auf den Weltmärkten auftreten.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung