LUGV: Brandenburgs DK I-Deponien könnten in drei Jahren verfüllt sein

1807
Deponiebefestigung (Foto: ©Kommunalunternehmen Landkreis Bad Kissingen)

Potsdam — Entsorgungsengpässe für mineralische Abfälle deuten sich in immer mehr Bundesländern an. Probleme mit den Restkapazitäten für Lagerstätten der Deponieklasse I gibt es ganz offensichtlich auch in Brandenburg. Das ergibt sich as dem Gutachten, das die Berliner Beratungsfirma Umwelt- und Energie-Consult GmbH für die Landesanstalt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) erstellt hat.

Wie das Gutachten errechnet, stand im Jahr 2014 im Land Brandenburg eine nutzbare nutzbare Entsorgungskapazität für DK I – Deponien von rund 6,67 Mio. m³ zur Verfügung, während das jährliche Verfüllvolumen auf 1,9 Mio. m³ geschätzt wird. Daraus würde sich ergeben, dass das gesamte Entsorgungsvolumen im Laufe des Jahres 2018 ausgeschöpft sein dürfte und grundsätzlich neues Deponievolumen erforderlich macht.

Kalkuliert man Vorhaben ein, die mit Stand Oktober 2014 in Vorbereitung oder Einleitung standen, stehen zusätzlich acht neue Lagerstätten mit rund 18,7 Mio. m³ zur Verfügung, die eine Auslastung mindestens erst im Jahr 2025 vermuten lassen. Werden allerdings Bau- und Abbruchabfälle der Klassen Z 1.1/1.2 gezwungenermaßen auf DK I-Deponien gelagert, dürften die Deponiekapazitäten in Brandenbrg bereits 2025 ausgeschöpft sein.

Würde darüber hinaus die so genannte Mantelverordnung Grundwasser/ Ersatzbaustoffe/ Bodenschutz endlich unterzeichnet und in Kraft gesetzt und höhere Ansprüche an die Ablagerungsqualität fordern, wäre ein Teil der heute noch verwerteten Materialien nicht oder nur noch schwer zu vermarkten.

Das vollständige Gutachten kann unter lugv.brandenburg.de heruntergeladen werden.

Quelle: Landesanstalt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV)