Neu: Österreich.-serbische Verwaltungs-Partnerschaft für gefährliche Abfälle

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Quelle: Umweltbundesamt GmbH

Wien — Am 15. Mai startete das Österreichische Umweltbundesamt in Belgrad eine neue Verwaltungspartnerschaft mit den serbischen Umweltbehörden. Im Mittelpunkt des zwei Jahre dauernden Projekts steht das Management gefährlicher Abfälle. An der Auftaktveranstaltung im Belgrader Parlamentsclub nahmen zahlreiche VertreterInnen nationaler und internationaler Institutionen teil.

„Der Aufbau eines funktionierenden Abfallwirtschaftssystems, vor allem für gefährliche Abfälle, ist kostenintensiv, erfordert viel Zeit und administrative Ressourcen. Gleichzeitig ist er aus Gründen des Gesundheits- und Umweltschutzes unerlässlich. Durch die Zusammenarbeit mit dem serbischen Umweltministerium stärken wir die Verwaltung vor Ort, damit sie dieses System erfolgreich etablieren und die erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen kann“, erklärte Georg Rebernig, Geschäftsführer im Umweltbundesamt, beim Projektauftakt.

In den nächsten beiden Jahren evaluieren die österreichischen ExpertInnen gemeinsam mit den serbischen Behörden bestehende serbische Regelwerke im Abfallbereich im Hinblick auf geltendes EU-Recht. Darüber hinaus entwickeln sie eine Strategie, wie Maßnahmen, die für ein integriertes Management gefährlicher Abfälle erforderlich sind, in Serbien umgesetzt werden können. Für bestimmte gefährliche Abfälle, wie Altfahrzeuge und Elektroaltgeräte werden spezifische Abfallwirtschaftspläne erarbeitet. In Trainings und Seminaren wird das Know-how der involvierten Institutionen – wie lokale und regionale Behörden – über die Bewirtschaftung gefährlicher Abfälle verbessert.

Das Umweltbundesamt ist die führende österreichische ExpertInnen-Einrichtung für alle Umweltthemen und -medien und mit mehr als 100 Einzelprojekten in 26 Ländern in Ost-, Südosteuropa und in den Mittelmeer-Staaten bewährter Projektpartner. Das Unternehmen baut national und international Brücken zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und entwickelt Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft in Österreich und Europa. Durch Verwaltungspartnerschaften – so genannte Twinnings – unterstützt das Umweltbundesamt seit 1999 die mittel- und südosteuropäischen Behörden in wesentlichen Umweltfragen beim Institutionsaufbau und bei der Umsetzung des EU-Rechts; die finanziellen Mittel dafür kommen von der EU.

Quelle: Umweltbundesamt GmbH