IPV: Positive Entwicklung, aber viele Herausforderungen für die Zukunft

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Quelle: IPV - Industrieverband Papier- und Folienverpackung e.V.

Frankfurt am Main — Die Hersteller von flexiblen Verpackungen wie Tüten, Beutel, Tragetaschen und Folien, die im IPV – Industrieverband Papier- und Folienverpackung organisiert sind, verbuchten im vergangenen Jahr ein leichtes Umsatzplus von etwa zwei Prozent. Der Umsatz der Branche stieg auf 1,85 Mrd. €. Bei der Zahl der Beschäftigten konnte ebenfalls ein leichtes Plus verzeichnet werden. Die meisten der im IPV organisierten Unternehmen erwarten eine positive Entwicklung für das laufende Geschäftsjahr.

Für viele Unternehmen der Branche stellt die Akquise von qualifizierten Mitarbeitern die größte Herausforderung der Zukunft dar. Gut qualifizierte Fachkräfte zu finden und genügend junge Menschen von den attraktiven Ausbildungsplätzen zu überzeugen, gestaltet sich immer schwieriger, ist aber Voraussetzung beim Umgang mit der technisch immer anspruchsvoller werdenden Produktion. Daher besteht auch der Wunsch vieler Unternehmer an die Politik, die Integration von Zuwanderern mit Bildungsangeboten zu einem Vorteil der deutschen Industrie zu gestalten. „Sprachkurse, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen und die Bereitschaft zur Integration sind wichtige Elemente, um Zuwanderung als Chance zu nutzen, betont der Vorstandssprecher Klaus Jahn. Eine weitere Forderung an die Politik ist der Abbau von Bürokratie.

Die unsichere Entwicklung der Materialpreise sehen die Mitgliedsunternehmen des IPV als Herausforderung. Nach einem Rückgang der Kunststoffpreise noch vor einigen Wochen sind seit Mitte März die Notierungen dramatisch gestiegen. „Hier ist die Liefersituation äußerst schwierig, die Nachfrage ist momentan eindeutig größer als das verknappte Angebot“, erläutert Klaus Jahn. Technische Probleme sollen die Ursache für die Verknappung sein.

Das Thema nachhaltige Verpackung beschäftigt die Hersteller von flexiblen Verpackungen auch im Jahr 2015 wieder stark. Weitere Reduzierung des Materialeinsatzes, nachwachsende Rohstoffe, – wo möglich – hohe Recyclingfähigkeit der eingesetzten Roh- und Hilfsstoffe und umweltschonende Produktionsprozesse sind Anforderungen, die die Branche schon heute weitgehend erfüllt. Gleichzeitig muss die Verpackung eine immer höhere Funktionalität zum Schutz der verpackten Güter, insbesondere der Lebensmittel, besitzen. Daran, Nachhaltigkeit und Effizienz zu erreichen, arbeitet die Branche.

Quelle: IPV – Industrieverband Papier- und Folienverpackung e.V.