Nur 6 Prozent Abfallentsorgung: Sankt Petersburg muss dringend handeln

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Sankt Petersburg (Foto: © Christoph Boltendahl /http://www.pixelio.de)

Moskau — Sankt Petersburg gilt als die europäischste aller Städte in Russland. Doch die dortige Abfallentsorgung entspricht keineswegs europäischen Anforderungen. Nach Darstellung von Germany Trade & Invest kontaminieren Privathaushalte, Betriebe und öffentliche Einrichtungen und kontaminieren die umliegenden Böden mit ihren Abfällen. Müllhalden-Brände haben die Luft in den umliegenden Ortschaften vergiftet. Es hat bereits große Demonstrationen gegeben. Die Lage wird als dramatisch geschildert.

Offiziellen Angaben zufolge erzeugen die Menschen und Betriebe in Russlands zweitgrößter Stadt 1,7 Mio. t Abfälle pro Jahr. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung „Vedomosti“ sollen es sogar 5 Mio. t sein. Nur fünf bis sechs Prozent davon werden in zwei Anlagen verarbeitet. Der Rest verrottet auf den Mülldeponien im Umland.

Das soll sich möglichst bald ändern. In Krassny Bor soll noch 2015 ein weiteres Werk zur Müllverarbeitung in Betrieb gehen. Der Bau dauert bereits 15 Jahre und kostete fast 30 Mio. Euro. Außerdem soll noch im Herbst 2015 eine Müllverarbeitungsanlage für jährlich 700.000 t feste Abfälle in Lewaschowo den Betrieb aufnehmen. Bis 2020 sollen im Umland von Sankt Petersburg sind drei weitere Müllverarbeitungswerke geplant mit Kapazitäten von bis zu 600.000 t Müll pro Jahr, heißt es im Bauamt der Stadt.

Quelle: Germany Trade & Invest