WFZruhr-Seminar: Entsorgungs-Logistik aus Sicht der Überwachungsbehörden

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Gefahrgut-Kontrolle (Foto: WFZruhr / Uwe Senkel)

Lünen — Zum Transport von gefährlichen Abfällen wird seit der Einführung des Kreislauf­wirt­schaftsgesetzes am 1. Juni 2012 einer Beförderungserlaubnis (früher Transport­genehmigung) benötigt. Es gibt aber auch „Knackpunkte“ im ADR-Recht, die die Verantwortlichen vor nahezu unlösbare Aufgaben stellen. Darüber soll das Seminar „Entsorgungs-Logistik aus Sicht der Überwachungsbehörden“ informieren, das das WFZruhr am 25. August 2015 in Bochum veranstaltet.

Beispielsweise kann ein Erzeuger Behälter mit Abfällen füllen und abholen lassen, für die keinerlei Genehmigung vorliegt. Lithium-Akkus, Feuerzeuge und Spraydosen wurden hier „einfach mal reingeschmissen“. Trotzdem hat der Entsorger seinerseits keine Möglichkeit, den Inhalt der Gebinde beim Kunden zu kontrollieren, und der Fahrer darf die Behältnisse ebenfalls nicht öffnen.

Problematisch ist auch die Aufgabe für die sachkundige Person für das Einsammeln auf dem Schadstoff­mobil: Sie sollte Chemiker, Gefahrgutbeauftragter und Abfallexperte in einer Person sein.

Ebenso stellen die Kontrolleure des Bundesamts für Güterverkehrstellen immer wieder Verstöße im Bereich der Fahrpersonalvorschriften wie Lenk- und Ruhezeiten fest. Häufig fehlen Transportpapiere oder sind unvollständig, oder Lkw-Beschilderungen sind nicht ordnungsgemäß oder überhaupt nicht vorhanden.

„In diesem Workshop holen wir die Kontrolleure der BAG und der Autobahnpolizei direkt mit an einen Tisch, um konkrete Aufklärungs­arbeit leisten zu können“, erklärt WFZruhr-Geschäftsstellenleiter Dr. Hildebrand von Hundt.

Programm, Anmeldung und Teilnahmebedingungen stehen unter wfz-ruhr.de zur Online-Anmeldung bzw. zum Download bereit.

Quelle: Wirtschaftsförderungszentrum Ruhr für Entsorgungs- u. Verwertungstechnik e.V. (WFZruhr)