HWWI-Rohstoffpreisindex : Gegenläufige Preisbewegungen bei NE-Metallen

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Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist auf US-Dollar-Basis im April im Vergleich zum Vormonatsdurchschnitt um 6,7 Prozent und in Euro bewertet um 7,2 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg lässt sich hauptsächlich durch die Ölpreise erklären, die um 9,9 Prozent (in Euro: +3,7 Prozent) höher notierten. Während sich die NE-Metalle um 1,7 Prozent (in Euro: +2,2 Prozent) verteuerten, trug wesentlich der Index Eisenerz & Stahlschrott zu den Rückgängen bei den Nicht-Energierohstoffen bei.

Der Index für NE-Metalle ist im April um 1,7 Prozent (in Euro: +2,2 Prozent) gestiegen. Jedoch entwickelten sich die Preise der einzelnen NE-Metalle sehr unterschiedlich: Während sich Blei um 12 Prozent (in Euro: +12,6 Prozent) und Zink um 8,8 Prozent (in Euro: +9,3 Prozent) verteuerten, verbilligten sich Zinn um 8,4 Prozent (in Euro: -7,9 Prozent) und Nickel um 7 Prozent (in Euro: -6,5 Prozent). Auch der Preis für Eisenerz gab im Monatsdurchschnitt nach und sank um 8,5 Prozent (in Euro: -8 Prozent). Hauptgründe für die zum Teil gegenläufigen Preisbewegungen waren in verschiedenen Entwicklungen beim Angebot zu finden. Bei Blei und Zink wirkte ein abgeschwächtes Angebot aufgrund von Minenschließungen preissteigernd. Beide Metalle werden zusammen im Gestein vorgefunden und daher überwiegend in identischen Minen gefördert. Dagegen sanken die Zinnpreise aufgrund eines stark gestiegenen Angebots vor allem aus Myanmar.

Auch beim Nickel drückte das höhere Angebot auf den Preis: Erst gegen Ende April wirkte ein Streik von Bergbauarbeitern in der kolumbianischen Nickelmine Cerro Matoso, eine der größten weltweit, wieder preissteigernd. Auf dem Eisenerzpreis lastete weiterhin, dass in den vorangegangenen Monaten von den Produzenten große Mengen an Eisenerz auf den Markt angeboten wurden. Zwischen Mitte bis Ende April stiegen die Eisenerzpreise jedoch im Zuge der Ankündigung eines großen Produzenten, seinen angestrebten Eisenerzoutput zurückzufahren, wieder von unter 50 US-Dollar pro Tonne auf 57,5 US-Dollar an.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)