Glasverpackungen: Behälterglas-Branche erfolgreich ins Jahr 2015 gestartet

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In der Glashütte (Foto: Kroll/Recyclingportal)

Düsseldorf — Für die deutsche Behälterglasindustrie startet das Jahr 2015 erfolgreich: Das Absatzplus in Tonnen beträgt insgesamt 1,3 Prozent. Doch die Entwicklung im Inland und im Ausland ergibt ein geteiltes Bild. Während der Absatz im Ausland um 13,9 Prozent gewachsen ist, ging er im Inland um 3,4 Prozent zurück.

Akzeptanz von Glas steigt weiter

Im Bereich Getränkeflaschen nahm der Absatz insgesamt um 1,6 Prozent zu. Das Absatzplus im Ausland beträgt dabei 20,4 Prozent, im Inland zeigt sich der Absatz dagegen mit einem Minus von 4,3 Prozent rückläufig. Die Teilbereiche Bier und Saft verzeichnen den höchsten Absatz (je plus 9,1 Prozent), Schaumwein zeigt sich stabil (plus 0,4 Prozent). Beim Segment Saft ist der Absatz im Inland mit einem Plus von 17,0 Prozent besonders hoch. Dies könnte unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass die Akzeptanz von Glas bei den Verbrauchern weiter steigt. Gerade gesundheitsbewusste Verbraucher schätzen Glas dafür, dass es inert ist, also praktisch keine Wechselwirkungen mit dem Inhalt eingeht.

Mehrwegmarkt vorläufig gesättigt

Der Absatz von Wein zeigt sich nahezu konstant (minus 1,1 Prozent), der Absatz von Spirituosen leicht (minus 3,8 Prozent) und von Milch deutlich rückläufig (minus 10,7 Prozent). Damit setzt sich in diesen Segmenten die Tendenz der Vorjahresentwicklung fort. Eine Trendwende verzeichnet dagegen das Segment Wasser/Limo: Während hier im letzten Jahr noch ein deutliches Wachstum zu verzeichnen war, ist der Absatz in diesem Jahr um 8,7 Prozent rückläufig. Grund dafür kann eine vorläufige Sättigung des mehrwegorientierten Marktes sein. Ein Anstieg ist wieder zu erwarten, wenn ein Mehrwegpool erneuert oder eine neue Mehrwegflasche eingeführt wird.

Verpackungsglas für Lebensmittel mit stabilem Plus

Der Bereich Verpackungsglas für Lebensmittel wächst nach einer positiven Bilanz im Jahr 2014 auch im ersten Quartal 2015 weiter. Der Gesamtabsatz stieg um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; davon entfielen 1,4 Prozent auf den Inlandsmarkt sowie 3,0 Prozent auf den Export.
Der Teilbereich „Obst-, Gemüse- und Sauerkonserven“ legte um 8,5 Prozent zu, „Instant“ verbucht ein Plus von 8,0 Prozent, Konservenglas für „Wurst, Fleisch und Fisch“ ein Plus von 6,0 Prozent. Die Teilbereiche „Süße Aufstriche“ (minus 1,0 Prozent) und „Dressing & Saucen“ (minus 2,0 Prozent) zeigen sich nahezu konstant, während „Babyfood“ ein Minus von insgesamt 10,0 Prozent hinnehmen muss.

Gebrauchsglas mit leichtem Minus

Das Segment Verpackungsglas für Pharmazie, Kosmetik, chemisch-technische Zwecke sowie Spirituosen mit 150 ml oder weniger Inhalt verbuchte im ersten Quartal im Vergleich zum außerordentlich erfolgreichen Vergleichsquartal des Vorjahres ein leichtes Minus von 2,7 Prozent. Gründe hierfür sind zum einen die schwierige wirtschaftliche Lage in Russland bzw. der Ukraine sowie der Märkte im Süden Europas. Zum anderen unternehmen Regierungen und Krankenkassen in Europa und den Vereinigten Staaten Anstrengungen, den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu reduzieren. Trotzdem ist weiterhin von intakten Märkten auszugehen.

„Die Bilanz für den Absatz für Glasverpackungen ist im ersten Quartal erfreulich stabil. Die Prognosen zur allgemeinen Konsumentwicklung in Deutschland nehmen wir zum Anlass optimistisch in die Zukunft zu schauen“, kommentiert Dr. Johann Overath, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Glasindustrie e. V., die Ergebnisse zum Jahresauftakt.

Quelle: Aktionsforum Glasverpackung