Logex: Branchenlösungen für Verpackungsabfälle haben Zukunft

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Quelle: LOGEX

Ingolstadt — Die Logex als größte Kooperation des Mittelstandes vertritt die Interessen ihrer Gesellschafter in allen Belangen der Entsorgung von gewerblichen Abfällen. Unter anderem kümmert sich die Logex um Lösungen im Bereich der Produktverantwortung. Insbesondere wurde eine nachhaltige und transparente Abwicklung der branchenbezogenen Verpackungsabfallströme entwickelt, die eine stoffgenaue Erfassung und ein hochwertiges Recycling sicherstellt.

Mit der 7. Novelle der Verpackungsverordnung wurden Bedingungen für diese „Branchenlösungen“ neu formuliert, was die Logex im Grundsatz befürwortet. Leider werden nun durch die vollziehenden Behörden die Anforderungen, mit dem klaren Ziel solche Lösungen zu verhindern, immer höher geschraubt.

Quelle: LOGEX SYSTEM GmbH & Co. KG
Quelle: LOGEX SYSTEM GmbH & Co. KG

Aus Sicht der Logex wird die Vorgabe des Gesetzgebers, Branchenlösungen nur so weit wie notwendig einzuschränken, durch das Merkblatt M37 der LAGA konterkariert. Die geforderten Abläufe und Nachweise gehen an der abfallwirtschaftlichen Realität weit vorbei und erzeugen ein formalistisches Konstrukt, das dem immer wieder geäußerten Vorwurf der Unverständlichkeit und Abstraktheit der Verpackungsverordnung weiteren Vorschub leistet. Insbesondere im Hinblick auf das noch zu erlassende Wertstoffgesetz verheißt dieser Trend nichts Gutes.

So wird z.B. die Rolle des Entsorgers im gesamten Prozess vollkommen außer Acht gelassen, obwohl er zentraler Partner im ganzen Geschehen ist und wesentlich zur Vereinfachung des Prozesses beitragen könnte. In einer Stellungnahme zur geplanten Novelle des Merkblattes M37 zeigt die Logex daher Möglichkeiten eines Plattformmodells auf, die eine einfache Abwicklung und Überwachung sicherstellen würden.

Die Logex setzt sich für einen Vollzug mit Realitätssinn ein, um Herstellern, die bedeutende Lieferbezüge in das Gewerbe haben, eine passende Lösung zu bieten. Dies muss keine Abstriche an der Intention der Novelle bedeuten. Momentan werden die betroffenen Hersteller von Produkten in teure Lizenzlösungen gedrängt, um damit die dualen Systeme im privaten Endverbrauchermarkt zu subventionieren. Das kann nicht das Verständnis von Produktverantwortung im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sein.

Die angestrebte Plattformlösung soll nach dem Verständnis der Logex allen Anfallstellen, interessierten Herstellern bzw. Systembetreibern und involvierten Entsorgern offenstehen. Obwohl die Logex kein direktes Interesse am Betrieb der Plattform hat, können weitere Informationen zum Plattformmodell bei der Geschäftsführung von Logex angefragt werden.

Weitere Informationen sind und logex.de erhältlich.

Quelle: Logex System GmbH & Co. KG