Orienthelfer e.V. bittet um Müllfahrzeuge: Auch Müllabfuhr ist humanitäre Hilfe

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Quelle: Orienthelfer e.V.

Ein Hilfeschrei kommt aus dem Nachbarland Syriens: “Our garbage collection increased from 4 tons per day to 9 tons.” Täglich fallen 9 Tonnen Müll in der libanesischen Ortschaft Karoun an, mehr als doppelt soviel wie vor dem Syrienkrieg. In dem kleinen Ort leben unter 4.500 Libanesen bereits 5.200 syrische Flüchtlinge, in Zelten, Hinterhöfen, Kellern und Hühnerställen. Die Zahl der Flüchtlinge wächst ständig. Damit auch das Abfallaufkommen. Und Karoun ist nur ein Beispiel unter vielen.

In den Wohlstandsländern mit ständig funktionierender Entsorgung sind Abfälle aus dem Blickwinkel verschwunden. Doch im Krieg wird selbst die Müllentsorgung zm Problem: In vielen Flüchtlingscamps in Syrien und seinen Nachbarländern soll sich der Müll meterhoch türmen. Kabarettist Christian Springer, der sich bei Orienthelfer e.V. engagiert, betont: „Drei Flugstunden von hier entfernt türmt sich der Müll. Dann kommt der Sommer mit 45 Grad. Für die Orte mit syrischen Flüchtlingen geht es um lebenswichtige Hilfe.“

Orienthelfer e.V. hat 2013 bereits fünf Müllfahrzeuge an die zivile Stadtverwaltung von Aleppo übergeben. Zwei gespendete Müllwagen übergab VBS-Präsident Otto Heinz an Christian Springer/Orienthelfer e.V.. Seit dieser Zeit kommen die Anfragen von überall her: „Wir brauchen Müllfahrzeuge.“ Aber Müllfahrzeuge stehen nicht auf dem Plan der humanitären Hilfeleistungen. Obwohl gerade Hygiene und Entsorgung von Abfällen mit an oberster Stelle bei der humanitären Hilfe in der gesamten Krisenregion rangieren.

Orienthelfer e.V. sucht gebrauchte Müllfahrzeuge. Möglicherweise außer Dienst, sind sie in den Krisengebieten nützlich und notwendig. Orienthelfer e.V. bietet sich an, die Fahrzeuge dorthin zu bringen, wo sie Menschen helfen.

Weitere Infos sind unter orienthelfer.de, facebook.de/orienthelfer sowie kontakt@orienthelfer.de erhältlich.

Quelle: Christian Springer / Orienthelfer e.V.