IKB meldet leichten Aufwärtstrend für Primär- und Sekundär-Aluminiumpreise

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Aluminium-Shredder (Foto: Kroll/Recyclingportal.eu)

Düsseldorf — Die Weltrohstoffpreise haben auf Dollarbasis im April infolge der höheren Rohölnotierungen um 6,6 Prozent zugelegt, in Inlandswährung sind sie aufgrund des erneut schwächeren Euro sogar um 7,2 Prozent gestiegen. Das meldet de IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information.

Die Weltstahl-Produktion liegt bis Ende des ersten Quartals 2015 liegt noch unter Vorjahresniveau. Während die Produktion in der EU 28 praktisch stagniert, kommt es zu einem kräftigen Rückgang. Im Gesamtjahr wird China nur verhalten zulegen; die Ukraine bricht weiter kräftig ein. Die Schrottpreise zogen wie erwartet im März an (im Schnitt um ca. 15 €/t). Die Erzpreise tendierten weiter schwach. Die Weltstahlpreise brachen im April um bis zu 5 Prozent ein. In Europa dagegen stagnierten die Preise oder es kam vereinzelt zu leichten Rückgängen. Die Tendenz zeigt für Flachprodukte in Europa bis Ende Juni 2015 Erholung um bis zu 3 Prozent, bei Langprodukten seitwärts. Schrottpreise tendieren seitwärts bzw. nochmals ganz leicht anziehend.

Bis Ende März 2015 stieg die weltweite Primäraluminium-Produktion um 5,5 Prozent. Die asiatischen Regionen expandierten zum Teil zweistellig, Westeuropa legte um 5 Prozent zu, in anderen Regionen kam es zu Rückgängen. Unverändert stabile bis anziehende Nachfrage wird aus der Automobilindustrie gemeldet. Die Lagerbestände an der LME sanken weiter auf 3,8 Mio. t; diejenigen der Sekundärlegierung betragen rund 24.000 t. Die Vorräte an den übrigen Börsen sind gering. Die investive Nachfrage zog im Verlauf des April um rund ein Fünftel an. Die IKB sieht einen leichten Aufwärtstrend für Primär- wie auch Sekundäraluminiumpreise. Die Tendenz lässt bis Ende Juni 2015 weiter Bewegung um 1.900 US-$/t in einem Band von 200 US-$ erkennen. Sekundärlegierungen liegen leicht darunter.

Die weltweite Nachfrage nach Kupfer sank im Januar 2015 um 3,5 Prozent. Für das Gesamtjahr 2015 erwartet die IKB jedoch eine Verbrauchszunahme auf rd. 23,5 Mio. t. Die Ausweitung der Minen- sowie der Raffinadekapazitäten sollte 2015 nach mehreren Jahren mit Angebotsdefiziten nun zu einem ausbalancierten Markt führen; der Januar verzeichnete einen geringen Überschuss. Die Lagerbestände der Börsen reichen für 1,5 Wochen. Die investive Nachfrage legte im April um gut ein Drittel zu, hat den bisherigen Jahreshöchststand allerdings noch nicht erreicht. Das Angebot an Kupferschrotten ist weiter sehr knapp. In der Tendenz sieht die IKB bis Ende Juni 2015 eine Bewegung des Kupferpreises um 6.150 US-$/t in einem Band von 350 US-$.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank