Hartschaum-Dämmung aus Holz: Fraunhofer-Institut erhält GreenTec Award

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Preisverleihung des Greentec Award (Foto: © GdW/Urban Ruths)

Berlin — Baustaatssekretär Gunther Adler hat dem Fraunhofer-Institut für Holzforschung zur Verleihung des GreenTec Awards in der Kategorie „Bauen & Wohnen“ gratuliert. Das Institut hat einen natürlichen Hartschaum für Dämmung und Verpackung entwickelt, der zu 100 Prozent auf Holz basiert. Bei der Vorab-Preisverleihung im Bundesbauministerium würdigte Adler die innovative Kraft dieses Baustoffs: „Dadurch wird der Energieverbrauch reduziert, die Energieeffizienz erhöht, der Einsatz erneuerbarer Energien unterstützt und der Blick auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes gerichtet.“

Baustaatssekretär Gunther Adler: „Mit seiner niedrigen Wärmeleitfähigkeit, hohen Recyclingfähigkeit und sehr guten Ökobilanz hat der Holzschaum große Vorteile gegenüber erdölbasierten Hartschäumen. In den kommenden Jahren sollte das Ziel sein, die erdöl-basierten Hartschäume soweit wie möglich durch Holzschaum zu ersetzen. Das ist ein wichtiger Beitrag zu nachhaltigem Bauen und zu einer besseren Akzeptanz von Dämmstoffen.“

Den Preis nahmen (v.l.n.r.) Prof. Dr.-Ing. Bohumil Kasal (Institutsleiter), Dr. Julia Scholtyssek, (Wissenschaftlerin) und Prof. Dr.-Ing. Volker Thole (Leiter des Fachbereichs Verfahrens-und Systemtechnik Holzwerkstoffe) vom Fraunhofer WKI entgegen.

Die GreenTec Awards werden in Anerkennung ökologischer und ökonomischer Innovationen verliehen. Der Gebäudesektor birgt eines der größten Entwicklungspotentiale für nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz, weshalb der Kategorie „Bauen und Wohnen“ des GreenTec Awards eine besondere Bedeutung zukommt.

Die GreenTec Awards zählen weltweit zu den größten unabhängigen Umwelt- und Wirtschaftspreisen. Sie werden seit 2008 jährlich in verschiedenen Kategorien an Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen oder private Projekte verliehen, die Maßstäbe im Bereich nachhaltiger Umwelttechnologien setzen. Der Preis will Technologie und Umwelt in Einklang bringen und eine breite Öffentlichkeit für Umweltengagement begeistern.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit