ELG: Ausgangstonnage und Operatives Ergebnis 2014 erheblich gesteigert

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Quelle: ELG Haniel GmbH

Duisburg — Der Geschäftsbereich der ELG Haniel GmbH innerhalb der Holding Franz Haniel & Cie. GmbH konnte 2014 sowohl seine Ausgangstonnage wie auch sein Operatives Ergebnis erheblich steigern. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von der zunehmenden Schrottnachfrage im Marktsegment Edelstahl und dem höheren Preisniveau bei dem für ELG wichtigen Rohstoff Nickel. Auch im erfolgreich ausgebauten Geschäft mit Superlegierungen hat ELG erfreuliche Zugewinne verzeichnet, wozu auch Unternehmenskäufe aus dem Vorjahr beigetragen haben.

Insgesamt erreichte ELG 2014 durch die höhere Ausgangstonnage sowie die Preisanstiege bei Nickel und Titan ein Umsatzplus von 18 Prozent auf 2.213 Millionen Euro. Trotz der verbesserten Schrottnachfrage entwickelten sich die Margen von ELG beim Edelstahlschrottgeschäft vor allem infolge der höheren Beschaffungspreise leicht rückläufig. Bei den Superlegierungen hingegen führten die stark gestiegene Nachfrage und die begrenzten Aufbereitungskapazitäten zu steigenden Margen bei ELG.

Das Operative Ergebnis von ELG hat ebenfalls einen deutlichen Zuwachs erfahren – von 47 Millionen Euro im Vorjahr auf 59 Millionen Euro im Jahr 2014. Hier wirkten sich der gestiegene Umsatz und der Ausbau des margenstarken Superlegierungsgeschäfts positiv aus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Operative Ergebnis 2013 durch Einmaleffekte in Höhe von 7 Millionen Euro positiv beeinflusst war. Hierbei handelte es sich vor allem um Sondererträge aus dem Verkauf einer in Vorjahren wertberichtigten Forderung sowie aus Versicherungsleistungen.

Weltwirtschaft wie 2013 gewachsen

Trotz einer zunehmenden Eintrübung infolge der geopolitischen Krisen im zweiten Halbjahr ist die Weltwirtschaft im Jahr 2014 ähnlich stark gewachsen wie im vorangegangenen Jahr. In diesem eher positiven gesamtwirtschaftlichen Umfeld hat auch die Nachfrage nach Edelstahlprodukten deutlich angezogen. Entsprechend stieg die Edelstahlproduktion insbesondere in China und den USA, wo vor allem der Hochlauf eines neuen Edelstahlwerks zum Anstieg beitrug. In Europa stieg die Produktion nach einer rückläufigen Entwicklung in den letzten Jahren ebenfalls leicht an. Diese Zuwächse in den USA und Europa führten zu einer stärkeren Nachfrage nach Edelstahlschrott. Das wirkte sich insgesamt positiv auf die Ausgangstonnage von ELG aus.

Nicht zuletzt wegen des deutlichen Nachfrageanstiegs war das Marktsegment Edelstahl auch im Jahr 2014 von einem hohen Wettbewerbsdruck auf der Beschaffungsseite gekennzeichnet. Sowohl in Europa als auch in den USA sahen sich die Händler im Markt einem starken Wettbewerb um die begrenzt verfügbaren Edelstahlschrotte ausgesetzt. In China hingegen führte der Produktionsanstieg zu keiner erhöhten Nachfrage nach Edelstahlschrott. Die dortigen Firmen verwenden bei der Herstellung von Edelstahl anstelle von Schrott überwiegend Ersatzprodukte, sogenanntes Nickel Pig Iron.

Marktsegment Edelstahl: Von steigenden Nickel-Preisen profitiert

Das Marktsegment Edelstahl profitierte zudem von den steigenden Preisen für Nickel – dem überwiegenden Wertträger in dem von ELG aufbereiteten Edelstahlschrott. In den ersten Monaten des Geschäftsjahres stieg der Nickelpreis kontinuierlich bis auf 21.000 US-Dollar pro Tonne an und bewegte sich danach bis Mitte September auf einem Niveau um 19.000 US-Dollar pro Tonne. Dies ließ sich vor allem darauf zurückführen, dass die Marktteilnehmer eine deutliche Verknappung von Nickel erwarteten, nachdem Indonesien zu Jahresbeginn eine Exportbeschränkung für Nickelerze verhängt hatte, die zur Produktion von Nickel Pig Iron eingesetzt werden.

Infolge von noch über den Erwartungen liegenden Lagerbeständen an Nickel Pig Iron in China und der Unsicherheiten aufgrund der geopolitischen Krisen pendelte sich der Nickelpreis zum Jahresende bei rund 15.000 US-Dollar pro Tonne ein – dem gleichen Preisniveau wie zu Jahresbeginn. Im Durchschnitt lag er mit 16.900 US-Dollar pro Tonne im Jahr 2014 trotz allem 12 Prozent über dem Preis des Vorjahres. Demgegenüber entwickelten sich die Preise für Chrom und Eisen – die weiteren bedeutenden Bestandteile im Edelstahlschrott – im Jahresverlauf aufgrund der guten Versorgungssituation gegenüber dem Vorjahr rückläufig.

Marktsegment Superlegierungen: Von höherer Nachfrage gekennzeichnet

Das Marktsegment Superlegierungen war im gesamten Jahresverlauf von einer guten und gegenüber dem Vorjahr höheren Nachfrage gekennzeichnet. Insbesondere Unternehmen der Luftfahrtindustrie fragten verstärkt Superlegierungsschrotte nach, was sich wiederum positiv auf die Ausgangstonnage von ELG auswirkte. Auch die Preise der für das Superlegierungsgeschäft von ELG bedeutsamen Rohstoffe wie Nickel, Titan, Wolfram oder Kobalt zeigten eine erfreuliche Entwicklung. So lag das Preisniveau für Titan rund 30 Prozent über dem des Vorjahres.

Ausgangstonnagen gesteigert

ELG hat das deutlich bessere Umfeld im Marktsegment Edelstahl genutzt und die Ausgangstonnage beim Edelstahlschrott gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent gesteigert. Im Superlegierungsgeschäft erreichte ELG unter Berücksichtigung der in diesem Marktsegment im Jahr 2013 getätigten Unternehmenskäufe von ABS Industrial Resources und Metals Management Aerospace ein Tonnageplus von 38 Prozent. Beide neuen Unternehmen zeigten im Jahr 2014 eine erfreuliche Entwicklung. Damit ist es ELG gelungen, das Geschäft mit Superlegierungen als weiteres Standbein deutlich auszubauen. Mit dieser Diversifizierung der Geschäftstätigkeit hat ELG die Basis für nachhaltiges Wachstum gestärkt. Doch auch bereinigt um die beiden Unternehmenskäufe hat ELG infolge der guten Nachfrage nach Superlegierungen die Ausgangstonnage um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöhen können.

Der vollständige Geschäftsbericht der Holding Franz Haniel & Cie. GmbH kann unter haniel.unternehmensberichte.net heruntergeladen werden.

Quelle: Holding Franz Haniel & Cie. GmbH