HWWI-Index: Eisenerz und NE-Metalle gefallen, Kupfer angestiegen

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Hamburg — Im März ist der HWWI-Rohstoffpreisindex im Vergleich zum Monatsdurchschnitt Februar auf US-Dollar-Basis um 4 Prozent gesunken und in Euro um 0,5 Prozent leicht gestiegen. Während in US-Dollar bewertet alle Teilindizes nachgaben, trug die starke Abwertung der europäischen Gemeinschaftswährung dazu bei, dass der Großteil der in Euro notierten Indizes anstieg. Auf dem Gesamtindex lasteten vor allem die niedrigeren Ölpreise, die um 4,1 Prozent (in Euro: +0,4 Prozent) geringer notierten und durch ihr großes Gewicht im Gesamtindex einen starken Einfluss auf seine Entwicklung haben. Am stärksten gab der Teilindex „Eisenerz/Stahlschrott“ mit 8,4 Prozent (in Euro: -4 Prozent) nach. Die NE-Metalle gingen dagegen mit 1 Prozent (in Euro: +3,7 Prozent) weniger stark zurück. Gegen den Trend fallender NE-Metallpreise entwickelte sich der Kupferpreis, der um rund 4 Prozent (in Euro: +8,9 Prozent) anstieg.

Zum Rückgang bei den NE-Metallen trug vor allem Nickel bei, das sich um 5,4 Prozent (in Euro: -0,9 Prozent) verbilligte. Mitte Mai 2014 hatte der Nickelpreis noch ein Zweijahreshoch von nahezu 22.000 US-Dollar pro Tonne erreicht. Zwischen diesem Hoch und dem Stand Ende März 2015 ist der Nickelpreis um 41,2 Prozent (in Euro: -25,1 Prozent) auf unter 12.500 US-Dollar pro Tonne gefallen. Damit notiert Nickel so niedrig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Auf den Nickelpreis drückte vor allem das Überangebot auf dem internationalen Nickelmarkt. Darüber hinaus wurde in Malaysia eine Steuer auf eingelagertes Nickel eingeführt. Dies dürfte dort den Anreiz erhöhen, Nickel auszulagern und auf dem Markt anzubieten.

Neben Nickel verbilligte sich auch Eisenerz kräftig, das am letzten Handelstag im März bei rund 51 US-Dollar pro Tonne notierte. Im Monatsdurchschnitt März lag der Preis für eine Tonne Eisenerz bei 57 US-Dollar, während der Preis im März 2014 noch bei 111,80 US-Dollar lag, was einem Minus von 49 Prozent entspricht. Auf dem Eisenerzpreis lastet, dass die chinesische Stahlindustrie weniger Eisenerz nachfragt, nachdem sie zuvor monatelang den heimischen und internationalen Markt mit Stahl überversorgt hatte. Zusätzlich drückte auf den Eisenerzpreis, dass in den letzten Monaten von der Angebotsseite große Mengen an Eisenerz auf den Markt gebracht wurden.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Metallen verteuerte sich Kupfer im März und erholte sich damit von den Preisrückgängen vom Jahresanfang. Während der Preis für eine Tonne Kupfer Ende Januar bei unter 5.400 US-Dollar notierte, lag er am letzten Handelstag im März wieder bei über 6.000 US-Dollar. Zu dieser Preissteigerung trugen Sorgen wegen Streiks in wichtigen Kupferminen und die Erwartung einer möglicherweise zunehmenden chinesischen Kupfernachfrage im Zuge eines verstärkten Ausbaus des dortigen Stromnetzes bei.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH und kann abonniert werden unter hwwi-rohindex.de.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)