BAFU publiziert Vollzugshilfe zur sachgerechten Überwachung von Altlasten

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Altlastenfläche (Foto: ©Harald Heinritz / abfallbild.de)

Bern, Schweiz — Eine neue Publikation des Schweizer Bundesamtes für Umwelt erläutert, wie eine sachgerechte Überwachung von belasteten Standorten gemäss Altlasten-Verordnung erfolgen soll. Sie zeigt auf, wann im Rahmen der Altlastenbearbeitung eine Überwachung angezeigt ist und welche Ziele sie verfolgt. Der Überwachungsablauf und der Inhalt des Überwachungskonzepts werden erläutert.

Die Untersuchung und Sanierung von mit Abfällen belasteten Standorten erfolgt nach den Zielsetzungen und Vorgaben der Altlasten-Verordnung. Das Ziel jeder altlastenrechtlichen Untersuchung besteht darin, zu beurteilen, ob am betreffenden Standort ein Sanierungsbedarf besteht. In den meisten Fällen lässt sich diese Frage schlüssig beantworten. Es gibt aber auch Standorte, wo die Antwort nicht eindeutig ausfällt, weil die ermittelten Schadstoffkonzentrationen nahe an der Schwelle zum Sanierungsbedarf liegen. Gemäss AltlV sind solche Standorte als „überwachungsbedürftig“ zu klassieren und so lange zu überwachen, bis die Datengrundlage für einen definitiven Entscheid bezüglich des Sanierungsbedarfs ausreicht.

Mit der am 1. August 2012 in Kraft getretenen Änderung der AltlV wurden die Bestimmungen Überwachung präzisiert. Damals wurden für Grundwasser und oberirdisches Gewässer Überwachungs-Schwellenwerte eingeführt, zusätzliche Kriterien zur Beendigung einer Überwachung definiert und die Erstellung eines Überwachungskonzepts verlangt. Die
jetzt vorliegende Vollzugshilfe des BAFU erläutert ergänzend, wie eine sachgerechte Überwachung, insbesondere in komplexen Situationen, erfolgen soll.

Die Broschüre „Überwachung von belasteten Standorten“ kann unter bafu.admin.ch heruntergeladen werden.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU