IKB meldet leichten Anstieg bei Rohstoff-Preisen: Kommt die Frühjahrsbelebung?

1178
Bales of crushed aluminum cans at Novelis recycling plant in Berea, KY (Foto: © Novelis Inc.)

Düsseldorf — Die Weltrohstoffpreise sind im März 2015 auf Dollarbasis um knapp 4 Prozent gesunken. Infolge des zuletzt im Vergleich zum Vormonat erneut nachgebenden Euro kam es in Inlandswährung zu einem moderaten Anstieg von unter 1 Prozent. Mit Ausnahme der Eisenerzpreise scheinen alle metallischen Rohstoffe weitgehend den Boden gefunden zu haben, sodass hier ein leichter Aufwärtstrend zu erwarten ist. Unverändert problematisch ist die Einschätzung der Energiemärkte, meldet die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information.

Die weltweite Stahlproduktion hat bis Ende Februar 2015 die Hälfte des Rückgangs vom Januar kompensiert. Das Gesamtjahr bringt einen neuen Rekord von rd. 1,7 Mrd. t. China wird nur noch verhalten zulegen; die Ukraine bricht nochmals kräftig ein. Die EU28 einschließlich Deutschland könnten um rund 2,5 Prozent zulegen. Die Schrottpreise stabilisierten sich im März, die Erzpreise bleiben weiter schwach. Die Weltstahlpreise sanken im März um bis zu 5 Prozent. In Europa dagegen stagnierten die Preise auf Vormonatsniveau. Die Tendenz zeigt für Flachprodukte in Europa bis Ende Juni 2015 einen Gesamtanstieg von 2 Prozent; Langprodukte tendieren seitwärts. Die Schrottpreise dürften leicht anziehen.

Bis Ende Februar 2015 stieg die weltweite Primäraluminium-Produktion um über 11 Prozent. Die asiatischen Regionen expandierten zweistellig, Westeuropa legte um 5 Prozent zu, in Amerika war ein Rückgang zu verzeichnen. Die Lagerbestände an der LME liegen weiter unter 4 Mio. t; diejenigen der Sekundärlegierung betragen rund 26.000 t. Die Vorräte an den übrigen Börsen sind gering. Die investive Nachfrage zeigte sich im März leicht rückläufig. Die IKB sieht einen leichten Aufwärtstrend für Primär- wie auch Sekundäraluminiumpreise. In der Tendenz erwartet die Indstriebank bis Ende Juni 2015 eine Bewegung um 1.900 US-$/t in einem Band von 200 US-$; die Sekundärlegierung oszilliert um das gleiche Niveau.

Die weltweite Nachfrage nach Kupfer stieg 2014 um 8 Prozent an, diejenige in Europa expandierte um 6 Prozent. Dies korrespondierte mit einem Produktionsdefizit von knapp 0,5 Mio. t. Für 2015 erwartet die IKB eine Verbrauchszunahme auf rund 23,5 Mio. t. Die Ausweitung der Produktionskapazitäten sollte 2015 zu einem ausbalancierten Markt führen. Die Lagerbestände der Börsen reichen für rund 9 Tage. Die investive Nachfrage hat sich zuletzt nahezu halbiert. Das Angebot an Kupferschrotten gilt als sehr knapp. In der Tendenz sieht die IKB bis Ende Juni 2015 eine Bewegung des Kupferpreises um 6.100 US-$/t in einem Band von 400 US-$.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank