Kontrolle von Abfall- und Gefahrgut-Transporten: 33 Prozent beanstandet

1446
Abfalltransport-Kontrolle (Foto: Bezirksregierung Arnsberg)

Winsen an der Luhe — 21 Lkw mit Abfallladung bzw. Gefahrstoffen hat an mehreren Tagen die Technische Ermittlungsgruppe Umwelt (TEGU) der Polizeidirektion Lüneburg auf der Bundesautobahn 7 kontrolliert. Die Beanstandungsquote von 33 Prozent war nach Darstelung der Beamten „beachtlich“: Sie stellten bei 21 Transportern sieben Verstöße fest.

Ein 58-jähriger Transporteur aus Buxtehude fuhr mit seinem „40-Tonner“ Gewerbeabfall von Schneverdingen nach Hamburg. Innerhalb der Kontrolle fiel auf, dass eine gelbliche Flüssigkeit aus dem Aufliegerboden austritt.

Ein anderer Lkw-Fahrer aus Neumünster war mit seinem Gefahrgut-Lkw von Ladenburg in Richtung Norden unterwegs. Der Lkw war mit 7 Tonnen säurehaltigen Stoffen beladen, welche in Kanistern und großen Plastiktanks abgefüllt waren. Weiterhin befanden sich etwa vierzig 2 m lange Metallschienen ungesichert auf dem Auflieger. Ein 450 kg schweres Metallfass war ebenfalls nicht gesichert. Zudem waren mehrere Aluminium-Einstecklatten, welche der seitlichen Sicherung der Ladung dienen, beschädigt und nicht mehr funktionstüchtig. Wie gefährlich diese ungesicherten Metallschienen bei einem Unfall wirken können wurde dem Fahrer vor Ort aufgezeigt, der daraufhin die Ladung nachsichern musste, um seine Fahrt fortzusetzen.

Zudem wurden u.a. fehlende bzw. unvollständige Transportpapiere, nicht ordnungsgemäße oder überhaupt nicht vorhandene Beschilderungen der Lkw, Technikverstöße und Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten der Lkw-Fahrer festgestellt. Es wurden diverse Ordnungswidrigkeitenanzeigen mit einem zu erwartenden Bußgeld von bis zu 500 Euro eingeleitet. Aufgrund der hohen Beanstandungsquote von einem Drittel werden zukünftig weitere Kontrollen durch die TEGU angesetzt.

Quelle: Presseportal