3.000 Altdeponien: Brasiliens Abfall-Wirtschaft bietet hohes Marktpotenzial

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Rio de Janeiro (Foto: © tokamuwi /http://www.pixelio.de)

São Paulo – Steigende Abfallmengen und eine neue Gesetzgebung erfordern Investitionen in die Abfallwirtschaft Brasiliens. Im Bereich der Mülltrennung agieren zahlreiche kleine Unternehmen und Kooperativen. Öffentliche Aufträge vergibt bislang nur ein Viertel der Städte. Das hohe Marktpotenzial birgt große Chancen für deutsche Lieferanten und Dienstleister. Gedämpft wird die Entwicklung des Recyclingsektors durch das verzerrende Steuersystem, meldet Germany Trade & Invest.

Die Umsetzung der Vorschriften und die damit verbundene Stilllegung von Altdeponien war bis August 2014 vorgesehen. Ein halbes Jahr nach Ablauf der Frist entsorgen jedoch laut brasilianischem Umweltministerium lediglich 40 Prozent aller Städte und Gemeinden ihren Abfall auf Deponien, die den Umweltauflagen entsprechen. Insbesondere kleinen Gemeinden fehlen die erforderlichen Mittel. Der Verbund der Städte und Gemeinden CNM berechnet für die Stilllegung der über 3.000 Altdeponien und die Umstellung auf eine vorschriftsgemäße Müllentsorgung Kosten von insgesamt 65 Mrd. R$ (€ 18 Mrd.).

Weitere Informationen sind dem Marktbericht unter gtai.de zu entnehmen.

Quelle: Germany Trade & Invest