Ressourcen- und Umweltbewusstsein: Neue Studie über Konsumverhalten

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Fragebogen (Foto: © S. Hofschlaeger /http://www.pixelio.de)

Berlin, Dessau-Roßlau — Der Kauf qualitativ hochwertiger Produkte, die lange genutzt werden können, spart Ressourcen und reduziert Abfallmengen. Und auch das Reparieren und Weiterverkaufen von gebrauchten Produkten trägt zur Ressourcenschonung bei. Ein solches Konsumverhalten, das auf Langlebigkeit setzt, ist unterschiedlich weit verbreitet. Das belegt die neue Umweltbewusstseinsstudie von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt.

Kauf- und Nutzungsbereitschaft für Angebote zur Verlängerung der Nutzungsdauer (Quelle: BMUB, UBA)
Kauf- und Nutzungsbereitschaft für Angebote zur Verlängerung der Nutzungsdauer (Quelle: BMUB, UBA)

Fast drei Viertel der Befragten geben an, dass sie beim Kauf von Produkten häufig auf hochwertige Qualität achten. Für 31 Prozent trifft dies nach eigenem Bekunden sogar bei jedem Einkauf zu. In den kritischkreativen und gehobenen Milieus finden sich überdurchschnittlich oft Personen, für die die Qualität von Produkten ein besonders wichtiges Kaufkriterium ist. Auch Plastiktüten zu vermeiden, ist in der repräsentativen Bevölkerungsstichprobe weit verbreitet: 62 Prozent geben an, dass sie beim Einkaufen auf Plastiktüten immer beziehungsweise häufig verzichten.

Erfahrungen mit der Reparatur und dem Verschenken von nicht mehr funktionsfähigen Gebrauchsgegenständen liegen ebenfalls bei einem beachtlichen Teil der Befragten vor, wobei nur wenige dies häufig tun. Frauen und ältere Personen verschenken Produkte, die sie selbst nicht mehr brauchen, etwas häufiger als andere Personengruppen. Immerhin knapp jede oder jeder Fünfte kauft gebrauchte Produkte und praktiziert dies entweder über das Internet oder vor Ort auf Trödel- oder Flohmärkten.

Als Verkäuferinnen und Verkäufer von Gebrauchtwaren treten immerhin 16 Prozent der Befragten häufig auf. Second Hand ist vor allem ein Thema für Menschen mit Kindern, aber auch für Personen mit geringen Einkommen wie Schülerinnen und Schüler und Studierende sowie Angehörige der einfachen, prekären Milieus.

Die vollständige Studie ist beim Umweltbundesamt erhältlich.

Quelle: BMB / UBA