Angus Chemie nimmt neuartige Anlage für die Reststoffverbrennung in Betrieb

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Die neue Feuerungsanlage der Angus Chemie GmbH (Foto: Saacke GmbH / Hermann Pentermann)

Ibbenbüren — Die Angus Chemie GmbH hat eine neue Feuerungsanlage eingeweiht, deren Prinzip auf der Rückgewinnung von Reststoffen as der chemischen Produktion für die energetische Verwertung beruht. Die 10-Millionen-Euro-Investition ermöglicht damit eine wirtschaftlichere und umweltschonendere Arbeitsweise: Statt Erdgas für die Dampferzeugung einzusetzen, werden hierfür bisher ungenutzte Abfälle verwendet. Gestiegene Herstellungskapazitäten und der Wunsch nach einer effizienteren Rückstandsverbrennung bewogen das Unternehmen zu diesem Schritt. Konzipiert wurde die neue Technologie von der Bremer Saacke GmbH, die die komplette Anlage nach nur knapp zweijähriger Bauzeit fristgerecht und pünktlich an den Kunden übergab.

Investition als Bekenntnis zum Standort

Die neuartige Anlage umfasst einen vorgeschalteten Brenner, zwei Brennkammern für ein zweistufiges Feuerungskonzept, einen Sattdampfkessel, eine Staubfilteranlage sowie einen 30 Meter hohen Kamin. Sie verfügt über eine Leistung von elf Megawatt und unterschreitet deutlich die für diese Anlagengröße gültigen Emissionsgrenzwerte. Damit nimmt das Chemieunternehmen auch in Sachen Umweltengagement eine Vorreiterrolle in der Region ein.

Neben der Einsparung von Energiekosten und der Schonung fossiler Rohstoffe verwies Angus-Werkleiter Peter Schröder in seiner Begrüßungsansprache jedoch noch auf ein weiteres entscheidendes Argument für den Bau: „Wir begreifen diese Investition und auch den Kapazitätsausbau des Kessels von 8 auf 12,5 Tonnen als Bekenntnis zum Standort Ibbenbüren, an dem wir weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber sein wollen.“ Ibbenbürens Bürgermeister Heinz Steingröver begrüßte diese Haltung und hob die Bedeutung von Angus Chemie als fortschrittlichem Industriebetrieb hervor, der mit Weitblick auf zukunftsfähige Technologien vertraue und damit ein Zeichen für Ibbenbüren, aber auch das gesamte Tecklenburger Land setze.

Erhöhte Effizienz, geringere Emissionen

Henning Saacke, Beiratsvorsitzender des Bremer Familienunternehmens, veranschaulichte anlässlich der symbolischen Schlüsselübergabe, wie gezielt effizientere Prozesse in den Neubau integriert wurden: „Bisher musste Angus mindestens alle sechs Wochen beide Brenner abschalten und die Kessel reinigen. Erst nach drei Tagen Stillstand konnte die Anlage unter hohem Energieverbrauch wieder hochgefahren werden. Nun erfolgt dies vollautomatisiert während des laufenden Betriebs. Als Anbieter von ganzheitlichen Systemen und Komplettanlagen aus einer Hand sind es genau diese Kleinigkeiten, die am Ende ein für den Kunden sinnvolles Ganzes ergeben.“

Saacke-Projektleiter Bernhard Rieger legte in seiner Rede den Schwerpunkt auf technische Details wie etwa die besonders emissionsarme Feuerung: „Dank der zweistufigen Verbrennung können wir die Stickstoffkonzentration jederzeit sicher unter 100 mg/m³ und damit weit unter den gesetzlich vorgeschriebenen 200 mg/m³ halten. Bei optimaler Reststoffzusammensetzung sind sogar 40 bis 50 mg/m³ ohne Sekundärmaßnahmen möglich.“

Somit kommt die Investition der Angus Chemie GmbH nicht nur der unternehmerischen Wirtschaftsbilanz, sondern auch der Umwelt zugute.

Quelle: Saacke GmbH