Recylex: Betriebsergebnis v.a. durch Geschäftsbereich Blei verbessert

1460
Quelle: Recylex Gruppe

Suresnes, Frankreich — Die Recylex-Gruppe meldet für das Geschäftsjahr 2014 eine weitere Verbesserung des laufenden Betriebsergebnisses im Geschäftsbereich Blei und eine starke Verbesserung des laufenden Betriebsergebnisses im Geschäftsbereich Zink dank höheren Zinkpreisen. Der laufende Betriebsverlust des Konzerns, der gegenüber 2013 um 21 Mio. Euro reduziert wurde, beträgt -13,3 Mio. Euro. Der operative Cash-Flow vor Steuern liegt mit +3,8 Millionen Euro erneut im positiven Bereich.

Yves Roche, Vorstandsvorsitzender der Recylex Gruppe, erklärte: „Die industrielle Leistung der Gruppe konnte 2014 insbesondere dank der weiteren Produktivitätsgewinne der Bleihütte stark verbessert werden. Der Geschäftsbereich Zink profitierte vom kräftigen Anstieg des Zinkpreises, während der Geschäftsbereich Kunststoff seine positive Geschäftsdynamik fortsetzte und der Geschäftsbereich Spezialmetalle seine Verluste stark reduzierte. Im Geschäftsbereich Blei wurde die Gewinnschwelle aber noch nicht erreicht, obwohl sich die Margen verbessert haben. Die Teams setzen sich jedoch nach wie vor voll ein, und wir arbeiten weiterhin an der Machbarkeitsstudie für unser industrielles Projekt in Nordenham, dessen Ziel die Verbesserungder Rentabilität der Bleihütte ist.“

Und er fügte hinzu: „Nachdem wir die Finanzierung für den Abschluss des Fortführungsplans sichergestellt haben, fokussieren wir uns mehr denn je auf die Suche nach Finanzierungslösungen für den Bedarf an umlaufenden Betriebsmitteln für unsere deutschen Tochtergesellschaften. In diesem Zusammenhang wird die Gruppe angesichts der rückläufigen Rohstoffpreise in den vergangenen Monaten ihre laufenden Investitionen auf ein striktes Minimum beschränken.“

Geschäftsbereich Blei (74 Prozent des Konzernumsatzes 2014)

Die Werke zur Verwertung von Altbatterien der Gruppe haben im Verlauf des Geschäftsjahres 2014 136.500 Tonnen Batterien verwertet; damit liegt das Volumen geringfügig unter demjenigen von 2013 (148.200 Tonnen). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf eine restriktivere Politik hinsichtlich des Einkaufs von Recyling-Material zurückzuführen. Aufgrund der günstigen Vergleichsbasis – da es im Gegensatz zu dem 2013 durchgeführten Wartungsstillstand in 2014 keinen großen Wartungsstillstand gab – produzierte die Bleihütte von Nordenham in Deutschland 2014 ein Volumen von 139.300 Tonnen Blei; das sind 5.500 Tonnen mehr als 2013 mit 133.800 Tonnen (+4 Prozent). Mit dem Subunternehmervertrag, der im zweiten Halbjahr 2014 in Kraft trat, und dem Rückgang des Bleipreises im Geschäftsjahr 2014 (-2 Prozent) wurde in diesem Geschäftsbereich ein Umsatz von 311,8 Millionen Euro erzielt – ein geringer Rückgang von 4 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2013.

Die Margen in diesem Geschäftsbereich lagen hinter den Zielsetzungen der Gruppe zurück, obwohl sie sich im Laufe des Geschäftsjahres 2014 erheblich verbessert haben. Das angepasste laufende Betriebsergebnis dieses Geschäftsbereichs belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf -5,8 Millionen Euro (gegenüber -23,4 Millionen Euro im Vorjahr). Das laufende Betriebsergebnis gemäß IFRS-Normen belief sich auf -11,6 Millionen Euro (gegenüber -29,2 Millionen Euro im Vorjahr).

Geschäftsbereich Zink (16 Prozent des Konzernumsatzes 2014)

Bei der Produktion von Wälzoxiden konnten die Hütten von Harz-Metall GmbH in Deutschland und von Recytech SA in Frankreich (50 Prozent-Beteiligung) insgesamt 170.000 Tonnen Staub von Elektrostahlwerken verarbeiten. Dies entspricht einer Produktion von 70.650 Tonnen Wälzoxiden im Geschäftsjahr 2014 – einem stabilen Niveau gegenüber 2013 (168.500 Tonnen verarbeitet und 69.800 Tonnen Wälzoxyde produziert). Das Recyling zinkhaltiger Abfallprodukte in der Betriebsstätte Norzinco GmbH in Deutschland verzeichnete einen geringfügigen Rückgang der Produktion von Zinkoxyden mit 24.800 Tonnen im Geschäftsjahr 2014 gegenüber 25.200 Tonnen im Vorjahr (-2 Prozent).

Aus diesen Gründen belief sich das laufende angepasste Betriebsergebnis des Geschäftsbereichs im Geschäftsjahr 2014 auf 9,2 Millionen Euro gegenüber 5,2 Millionen Euro im Vorjahr. Das laufende Betriebsergebnis gemäß IFRS-Normen belief sich 2014 auf 3,3 Millionen Euro, gegenüber 1,0 Millionen Euro im Vorjahr.

Geschäftsbereich Spezialmetalle (6 Prozent des Konzernumsatzes 2014)

Im Geschäftsbereich Spezialmetalle wurde 2014 eine Steigerung des Umsatzes von 19 Prozent auf 23,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erzielt, was im Wesentlichen auf die Steigerung der Verkäufe von Arsen und Germanium im zweiten Halbjahr 2014 zurückzuführen ist. Für das Geschäftsjahr 2014 wurde ein laufender Betriebsverlust von 1,1 Millionen Euro für diesen Geschäftsbereich verzeichnet, gegenüber einem Verlust von 2,5 Millionen Euro im Vorjahr.

Geschäftsbereich Kunststoff (4 Prozent des Konzernumsatzes 2014)

Die Tochtergesellschaften C2P SAS in Frankreich und C2P GmbH in Deutschland haben insgesamt 16.600 Tonnen Polypropylen produziert, das sind nahezu 20 Prozent mehr als im Vorjahr (13.900 Tonnen). Diese Steigerung ist auf die Erneuerung einer Extrusionsanlage Ende 2013 in Frankreich zurückzuführen. Der Umsatz in diesem Geschäftsbereich belief sich auf 18,0 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das laufende Betriebsergebnis dieses Geschäftsbereichs belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 0,5 Millionen Euro, gegenüber 0,9 Millionen Euro im Vorjahr. Der trotz der guten Geschäftsdynamik verbuchte Rückgang erklärt sich durch die schrittweise Inbetriebnahme der neuen Extrusionslinie von C2P in Frankreich, die zusätzliche Kosten verursachte.

Ausblick

  • Gemäß der International Lead and Zinc Study Group lag der Verbrauch von Blei im Jahr 2014 leicht über der produzierten Menge, wodurch weltweit ein Defizit entstanden ist. Für 2015 wird gemäß den wichtigsten Analysen mit einem vergleichbaren Trend gerechnet. Daraus lässt sich auf eine leichte Erhöhung der Erträge aus dem Bleiverkauf im laufenden Geschäftsjahr schließen. Allerdings ist damit zu rechne, dass das Volumen der aufzubereitenden Altbatterien aufgrund des milden Winters in Westeuropa im vergagenen Jahr vorübergehend rückläufig sein wird, sodass mit einer weiterhin starken Nachfrage nach diesem Material zu rechnen ist.
  • Der International Lead and Zinc Study Group zufolge verzeichnete der Weltmarkt für Zink in den Jahren 2013 und 2014 nach mehreren von einer Überproduktion gekennzeichneten Jahren ein geringes Produktionsdefizit. Dieser Trend dürfte sich zumindest in den kommenden zwei Jahren fortsetzen. Die wichtigsten Analysten rechnen folglich auf kurze und mittlere Sicht mit steigenden Zinkpreisen.
  • Die Entwicklung des Geschäftsbereichs Spezialmetalle wird im Geschäftsjahr 2015 von der wirtschaftlichen Entwicklung des Halbleitersektors, insbesondere in Südostasien und Japan, sowie von der Wechselkursentwicklung Euro/Yen abhängen.
  • Angesichts des Einbruchs der Erdölpreise seit Beginn dieses Jahres (der Preis für Polypropylen ist an den Erdölpreis gebunden) wird die Leistung des Geschäftsbereichs Kunststoff 2015 davon abhängen, wie stark dieser Preisrückgang überwälzt werden kann, hauptsächlich auf die Beschaffungspreise, um das Margenniveau zu halten.

Die kompletten Recylex-Betriebsergebnisse des Geschäftsjahrs 2014 können unter recylex.fr heruntergeladen werden.

Quelle: Recylex Gruppe