Österreich: Überblick über Altlasten-Standorte komplettiert

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Quelle: Umweltbundesamt GmbH

Wien — Im Report Verdachtsflächenkataster und Altlastenatlas gibt das Umweltbundesamt jährlich einen Überblick über Altablagerungen, Altstandorte, über Verdachtsflächen und die Altlastensanierung in Österreich. Die systematische Erfassung von Altstandorten in Österreich konnte 2013 abgeschlossen werden. Mit 1. Januar 2014 sind rund 62.600 Altstandorte bekannt. Damit liegt ein kompletter Überblick über alle Standorte in Österreich vor, an denen vor dem Jahr 1989 Anlagen mit umweltgefährdenden Stoffen existierten.

An diesen Standorten sind aufgrund der historischen Nutzung möglicherweise Untergrund-Verunreinigungen vorhanden. Der größte Teil der Altstandorte stellt jedoch keine erhebliche Gefahr für die Umwelt oder die Gesundheit der Menschen dar. Nur rund zwei bis drei Prozent der Altstandorte sind Altlasten.

Altablagerungen und Altstandorte werden gemäß Altlastensanierungsgesetz stufenweise bearbeitet: Erstabschätzung, Klassifizierung als Verdachtsfläche, Voruntersuchung, Gefährdungseinschätzung und Beurteilung der Umweltgefährdung. Wenn sich der Verdacht einer erheblichen Umweltgefährdung durch Untersuchungen bestätigt, wird die Fläche in den Altlastenatlas eingetragen.

Mit 1. Jänner 2014 wurden 276 Altlasten in der Altlastenatlasverordnung ausgewiesen. Davon sind 135 Altlasten saniert oder gesichert. 2013 wurden neun neue Altlasten ausgewiesen, neun Altlasten konnten als saniert oder gesichert beurteilt werden.

Der Verdachtsflächenkataster / Altlastenatlas [PDF, 1.5MB] kann unter umweltbundesamt.at heruntergeladen werden.

Quelle: Umweltbundesamt GmbH