UNU-Flores: Bund, Land und internationale Akteure wollen Nexus-Ansatz fördern

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Vetragsunterzeichnung (Foto: UNU-Flores)

Dresden — Ihre Zusammenarbeit, um die Forschung zum Nexus-Ansatz weiter zu unterstützen, haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK), die Technische Universität Dresden (TU Dresden) und die Universität der Vereinten Nationen (UNU) beschlossen. Sie feierten gestern die Unterzeichnung eines Partnerschaftsabkommens – eines Memorandums of Understanding und einer Finanzierungsvereinbarung. Die drei deutschen Partner werden das UNU Institut für integriertes Materialfluss- und Ressourcenmanagement (UNU-Flores) in Dresden ab 2015 finanziell und mit Sachmitteln unterstützen.

Mit Blick auf die gegenwärtigen und künftigen regionalen und globalen Klimaveränderungen, Änderungen bei der Landnutzung und in der Bevölkerungsstruktur sind Umweltressourcen weltweit unter enormen Druck. Nachhaltige und Nexus-orientierte Lösungen werden deshalb heute mehr denn je benötigt. Der Nexus-Ansatz nimmt den Wasser-, Energie- und Agrarsektor gleichzeitig in den Blick.

Für die Lösung globaler Herausforderungen

„Die Förderung nachhaltiger Entwicklung ist ein Kernanliegen des UNU Auftrags“ betont UNU Rektor Dr. David M. Malone. „Die Partnerschaft zwischen BMBF, SMWK, TU Dresden und UNU wird es UNU-Flores ermöglichen, Forschung und Ausbildung zur Strategieentwicklung für die Lösung globaler Herausforderungen in der nachhaltigen Nutzung und im integrierten Management von Umweltressourcen durchzuführen und damit den generellen UNU Auftrag/Mission voranzubringen“. UNU-Flores bemüht sich insbesondere, die Bedürfnisse der Bevölkerungen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu adressieren. Dazu arbeitet das Institut eng mit Partnern in Afrika und Asien zusammen, um regionsspezifische innovative Lösungen zu entwickeln.

In gemeinsamen Forschungsansätzen

Volker Rieke, Direktor für Europäische und Internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung im BMBF, erklärt: „Die internationale Zusammenarbeit in Forschung und Bildung nimmt in der Politik weltweit einen hohen Stellenwert ein. Fortschritte in den Themenfeldern Klimaschutz, Energieversorgung, Katastrophenschutz, Ernährungssicherung und Ressourcennutzung werden heute fast nur noch in gemeinsamen Forschungsansätzen internationaler Teams gelöst. UNU-Flores gibt Impulse für den Aufbau neuer Institute, zum Beispiel für das Management knapper oder vom Klimawandel betroffener Ressourcen wie Wasser und Boden in Afrika. In Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren und lokalen Regierungen hat UNUFlores die Entwicklung eines regionalen Forschungszentrums zum integrierten Ressourcenmanagement in Afrika initiiert – eine wichtige Voraussetzung für den wissenschaftlichen Kapazitätsaufbau in Afrika. Gleichzeitig bekennt sich das BMBF mit der Förderung von UNU-Flores zu Deutschland als internationalem Forschungs- und Wissenschaftsstandort.“

Vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten

Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange erklärt zur Fördervereinbarung für UNU-Flores: „Der Freistaat Sachsen ist das Land mit der höchsten Dichte an Hochschulen und Universitäten sowie Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland. Mit UNU-Flores hat sich 2012 ein einzigartiges und bisher unvergleichliches internationales Forschungsinstitut in Sachsens Hauptsadt Dresden angesiedelt. Die finanzielle Förderung dieses Instituts, die unter anderem vom Freistaat kommt, wird nun fortgesetzt. Basis der Entscheidung des Instituts für Dresden sind unsere Forschungsleistungen und die vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten. UNU-Flores ist aus wissenschaftlicher und internationaler Sicht wichtig für die Stadt. Wir werden auch zukünftig eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten und heißen die Mitarbeiter und Wissenschaftler aus aller Welt willkommen.“

Zum nachhaltigen Mangement von Umweltressourcen

Mit Blick auf die zukünftige Zusammenarbeit sagt der Rektor der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen: „Als eine der elf Exzellenzuniversitäten in Deutschland engagiert sich die TU Dresden für die Internationalisierung und die Stärkung interdisziplinärer Forschung. Die enge Zusammenarbeit mit UNU- Flores erwies sich als lohnende Möglichkeit, dieses Anliegen durch gemeinsame Anstrengungen in Forschung, Doktorandenausbildung und Kapazitätenaufbau voranzutreiben. Das gemeinsame Doktorandenprogramm zum integrierten Management der Ressourcen Wasser, Boden und Abfall ist eine der vielversprechenden gemeinsamen Aktivitäten. Die TU Dresden begrüßt, dass sich der Freistaat Sachsen, der Bund sowie internationale Akteure zu UNU-Flores bekennen, und freut sich auf die weitere enge Zusammenarbeit, um den Nexus-Ansatz zum nachhaltigen Mangement von Umweltressourcen zu unterstützen.“

Quelle: UNU-Flores