5. DGAW-Wissenschaftskongress honorierte Forschungs- und Projektarbeiten

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Preisverleihung auf dem 5. Wissenschaftskongress "Abfall- und Ressourcenwirtschaft" (Foto: Julika Knapp, Universität Innsbruck)

Berlin — Die Vorstellung aktueller Forschungs- und Projektarbeiten stand im Mittelpunkt des 5. Wissenschaftskongresses „Abfall- und Ressourcenwirtschaft“ am 19. und 20. März 2015. Erstmalig veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW) den Kongress in Österreich, als dessen Gastgeber Prof. Dr.-Ing. Anke Bockreis von der Universität Innsbruck verantwortlich zeichnete. Wie in den vergangenen Jahren wurde auch diesmal der Austausch während der zweitägigen Veranstaltung sehr geschätzt – viele Teilnehmer besuchten bereits zum wiederholten Mal die Veranstaltung.

Zahlreiche Sponsoren ermöglichten die Vergabe von Preisen und Stipendien zur Förderung der jungen Wissenschaftler aus Universitäten, Hochschulen und hochschulnahen Einrichtungen. Eine Förderung erhielten in diesem Jahr Pawel Jan Baran (RWTH Aachen), Irene Schneider (Universität Innsbruck) und Anna Jank (Universität Innsbruck). Pawel Jan Baran, der zum Emissionsverhalten von Nanopartikeln bei der Abfallverbrennung forscht, wird durch das Stipendium die Anschaffung einer zusätzlichen Entnahmesonde ermöglicht. Dank dieser finanziellen Unterstützung wird Irene Schneider weiterführende Laboruntersuchungen zur Lagerung und energetischen sowie stofflichen Verwertung von Küchen- und Kantinenabfällen durchführen können. Anna Jank, die in ihrer Arbeit die Auswirkungen nicht abgetrennter Störstoffe in aufbereiteten Bioabfällen untersucht, wird mit der Förderung die Adaptierung eines Aufschwemmgerätes vornehmen lassen.

Den Preis für das beste Poster in Höhe von 500 Euro erhielt Peter Krämer von der FH Münster, der sich in seiner Arbeit mit der Ermittlung von brennstoffrelevanten Parametern in Echtzeit mittels Nahinfrarottechnik beschäftigt. Auszeichnungen in der Kategorie Poster erhielten weiterhin Maximilian Ueberschaar von der TU Berlin für seine Ausführung zu „Resource efficiency by means of alloy determination on the example of rare earth elements“ und Axel Zentner von der Universität Dresden für seine Arbeit zum Thema „Stille Ressourcen: Grünschnitt aus Siedlungs- und Verkehrsflächen – Potenziale, Erfassung, Verwertung“.

Der mit 1.000 Euro dotierte Preis für den besten Vortrag ging in diesem Jahr an die Fachhochschule Münster. Die Jury, bestehend aus Prof. Dr.-Ing. Anke Bockreis, Prof. Dr.-Ing. Mario Mocker, Dr. Matthias Franke und Prof. Dr.-Ing. Susanne Hartard, vergab den Wissenschaftspreis „Abfall- und Ressourcenwirtschaft“ in der Kategorie Vortrag an Sebastian Bartscher, der Strömung und Partikeltrennung eines Zick-Zack-Sichters in Experimenten und 3D-Simulationen analysiert. Die Modellierung der Trennvorgänge erlaubt Vorhersagen zur Wirksamkeit technischer Optimierungsmaßnahmen. Eine Auszeichnung für seinen Vortrag über „Biologischer Methanabbau in flüssigen Filtermedien zur Steigerung der Raumleistung von Deponiegasbehandlungsanlagen“ erhielt Tobias Gehrke von der Universität Duisburg-Essen. Weiterhin ausgezeichnet wurde Hanno Buchner von der TU Wien für seine Präsentation zur dynamischen Modellierung nationaler Aluminiumflüsse zur Prognose zukünftiger Schrottmengen.

Auch im nächsten Jahr wird der Wissenschaftskongress „Abfall- und Ressourcenwirtschaft“ erneut jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, ihre aktuellen Forschungs- und Promotionsarbeiten im Rahmen des zweitägigen Kongresses dem Fachpublikum zu präsentieren. Der 6. Wissenschaftskongress „Abfall- und Ressourcenwirtschaft“ soll an der Technischen Universität Berlin unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Vera Susanne Rotter am 10. und 11. März 2016 stattfinden.

Das Foto zeigt (v.l.) Hanno Buchner (TU Wien), Tobias Gehrke (Universität Duisburg-Essen), Sebastian Bartscher (FH Münster), Prof. Dr.-Ing. Mario Mocker (DGAW e.v. Wissenschaftlicher Beirat, OTH Amberg-Weiden), Dr. Matthias Franke (DGAW e.V. Vorstand, Fraunhofer UMSICHT-ATZ) und Dr.-Ing. Gerhard Rettenberger (DGAW e.V., Koordinator Wissenschaftskongress)

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW)