DWA: Hochwertige Klärschlämme weiterhin landwirtschaftlich verwerten

988
Quelle: Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA)

Berlin/Hennef — Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) hat ihre Positionen zur Umweltpolitik in einem neuen Politikmemorandum zusammengefasst, das gestern dem Bundesumweltministerium übergeben wurde. Eine der Hauptaussagen besteht in der Forderung zur Klärschlammentsorgung, die Nutzung der Ressource praxistauglich zu gestalten.

Die DWA sieht in der politischen Absicht der Bundesregierung, die Klärschlammausbringung zu Düngezwecken zu beenden, eine große Herausforderung für die deutsche Wasserwirtschaft und setzt sich für eine fachlich differenzierte Betrachtung ein. Die vom Bund und von vielen Ländern verfolgte neue Ausrichtung der Klärschlammentsorgung wird von der DWA kritisch begleitet.

Die DWA hat gemeinsam mit weiteren Verbänden der Wasserwirtschaft, den Kommunalen Spitzenverbänden und dem Deutschen Bauernverband ein Eckpunktepapier zur zukünftigen Klärschlammverwertung erstellt und in den politischen Meinungsbildungsprozess eingebracht. Darin wird gefordert, dass weiterhin qualitativ hochwertige Klärschlämme landwirtschaftlich oder landschaftsbaulich verwertet werden können. Die Neugestaltung der Klärschlammentsorgung muss insbesondere für kleine Kläranlagen praxistauglich sein.

Ihre Haltung zur Klärschlammentsorgung präzisiert die DWA auch in einem aktualisierten Positionspapier. Darin Entsorgungssicherheit für Klärschlamm wahren

  • Ressourcen durch Kreislaufführung von Nährstoffen schonen
  • Sonderregelungen für qualitätsgesicherte Schlämme sind fachlich gerechtfertigt
  • Entwicklung von Verfahren zur Phosphorrückgewinnung fördern
  • Monoverbrennung ausbauen
  • Umweltbelastende Schlammtransporte vermeiden
  • Rechts- und Planungssicherheit gewährleisten

Das Positionspapier zur Klärschlammentwicklung kann unter dwa.de heruntergeladen werden.

Quelle: Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA)